IHK-Wirtschaftsgespräch: „Schwerte ist eine Vorzeigekommune“

Gruppenfoto vor dem IHK-Wirtschaftsgespräch
Gruppenfoto vor dem IHK-Wirtschaftsgespräch (v.l.): Tobias Bäcker, Vorstandsmitglied Bürgerstiftung St. Viktor, Jörg H. Prüser, IHK-Vollversammlungsmitglied, Dimitrios Axourgos, Bürgermeister der Stadt Schwerte, Stefan Schreiber, IHK-Hauptgeschäftsführer, Philipp Halbach, IHK-Vollversammlungsmitglied, und Dr. Udo Pasderski, DEGES NRW. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. Mehr als 80 Vertreter aus Wirtschaft, Rat und Verwaltung der Stadt Schwerte konnte Vollversammlungsmitglied Philipp Halbach zum diesjährigen Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund am vergangenen Mittwoch im Gemeindezentrum St. Viktor begrüßen. Dabei betonte er, dass Schwerte so etwas wie die Vorzeigekommune im IHK-Bezirk sei.

Erfreuliche Zahlen

Er machte dies an folgenden Eckdaten fest: So sei die Zahl der handelsregisterlich eingetragenen Unternehmen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf nunmehr 700 gestiegen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sei um 545 höher als am 31. Dezember 2016. Ebenso erfreulich sei, dass die Zahl der Arbeitslosen sich weiterhin im Sinkflug befinde. Die Quote von 5,3 Prozent sei für die Region außergewöhnlich.

Besonders erfreut zeigte sich Halbach über die Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt. Mit derzeit einem Plus von 12,8 Prozent seien die ohnehin schon guten Zahlen des Vorjahres noch einmal übertroffen worden. Die Investition in die Ausbildung junger Menschen sei die beste Absicherung gegen den sich abzeichnenden Fachkräftemangel.

„Gewerbegebiete weiterentwickeln“

Bürgermeister Dimitrios Axourgos unterstrich in seinem Redebeitrag, dass die Weiterentwicklung der Gewerbegebiete verstärkt in den Fokus genommen wird. So beginnen bereits Ende des Monats die Erschließungsarbeiten im Wandhofener Bruch, das der Ansiedlung von klein- und mittelständischen Unternehmen nach dem Vorbild des Nattlands vorbehalten sein soll.

Das Nattland selbst ist bis Ende des Jahres vollvermarktet, und in Rahmen der „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ entsteht dort in Kürze ein Betriebskindergarten.
Im Gewerbegebiet „Dohrbaum“ ist ein städtebaulicher Ideenwettbewerb „Zukunftsorientiertes Wohnen und Gewerbe“ verabredet. Zur weiteren Entwicklung der Innenstadt habe die Technopark und Wirtschaftsförderung GmbH Gespräche mit Immobilieneigentümern aufgenommen.

Verkehrsprobleme

Über die verkehrliche Situation Schwertes in den nächsten zwei Jahren berichtete Dr. Udo Pasderski, DEGES NRW. Schwerte stehe vor großen Herausforderungen. Gemeinsam mit der Stadt werde man aber versuchen, die größten Problembereiche so zu gestalten, dass der Verkehr einigermaßen reibungslos laufe.

In der sich anschließenden Diskussion waren sich die Teilnehmer des Wirtschaftsgesprächs einig, dass eine temporäre Zu- und Abfahrt der Autobahn in Lichtendorf während der Sperrzeiten Entlastung bringe. Hier wolle man gemeinsam mit der IHK noch einmal einen Vorstoß unternehmen, um dieses Ziel zu erreichen.

Neue Mitte

Zum Abschluss des Wirtschaftsgespräches referierte Tobias Bäcker über die Bürgerstiftung St. Viktor. Die Stiftung verantwortet, wie auch im Wochenkurier bereits mehrfach berichtet worden ist, die bauliche Sanierung der stadtbildprägenden Bauten des Alten Rathauses und der Alten Markschänke in Schwertes historischer Mitte. Das Land NRW, der LWL und die NRW-Stiftung unterstützen das Projekt.

Gemeinsam mit vielen Partnern aus der Stadtgesellschaft wird ein neues Ausstellungskonzept für den Bildungs- und Erlebnisort entwickelt. Es entstehen Räume für bürgerschaftliches Engagement, kleinere Veranstaltungen und eine Gastronomie.