Interreligiöses Gebet in Gefängniskirche

Schwerte. (th) Einen ungewöhnlichen Ort haben sich die
Verantwortlichen für das vierte Interreligiöse Friedensgebet ausgesucht: Es
findet am Dienstag, 13. Dezember, um 18 Uhr in der Gefängniskirche der JVA
Schwerte statt. Es steht wieder Angehörigen aller Religionen offen, eine
vorherige Anmeldung bis zum 9. Dezember bei der jeweiligen Gemeinde ist jedoch
zwingend notwendig.
Mit der Wahl der Gefängniskirche wollen die Initiatoren zeigen, dass sie sich
um umfassenden Frieden in der gesamten Gesellschaft bemühen – unabhängig von der
Religion und sämtlichen anderen Lebensumständen. Gefängnisseelsorger Dirk Harms
erwartet das „bisher bunteste Friedensgebet“.
In der Gefängniskirche findet jeden Freitag das Freitagsgebet für Muslime und
jeden Sonntag ein Gottesdienst für Christen statt, mit durchaus reger
Beteiligung. Wer an diesem besonderen Friedensgebet in der JVA teilnehmen
möchte, muss sich in seiner jeweiligen Gemeinde anmelden, da die
Gefängnisverwaltung vorab die persönlichen Daten benötigt.
Nachdem die ersten drei Interreligiösen Friedensgebete in einer
evangelischen, muslimischen und alawitischen Gemeinde ausgerichtet wurden, sind
die nachfolgenden Gebete in der katholischen Marienkirche und im Rathaus
geplant. Auch zu jüdischen und hinduistischen Menschen suchen die Initiatoren
den Kontakt.