Kein Bedarf mehr für Villigster Naturspielgruppe

Nur noch sieben Kinder gehörten zur letzten SkF-Naturspielgruppe. Jetzt nahmen sie mit den Erzieherinnen Karin Kunz (l.) und Sylvia Magiera Abschied aus Villigst. (Foto: Martin Krehl)
Nur noch sieben Kinder gehörten zur letzten SkF-Naturspielgruppe. Jetzt nahmen sie mit den Erzieherinnen Karin Kunz (l.) und Sylvia Magiera Abschied aus Villigst. (Foto: Martin Krehl)

Villigst. Nach sage und schreibe 14 Jahren ist jetzt die Naturspielgruppe Villigst des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) aufgelöst worden. Kinder zwischen zwei und drei Jahren wurden dort liebevoll betreut und auf den Kindergarten vorbereitet. Zwei Vormittage in der Woche traf sich die Kinderschar mit zwei Erzieherinnen. Jetzt gingen die Anmeldezahlen derart deutlich zurück, dass an den Fortbestand der Spielgruppe nicht mehr zu denken ist.

Nutznießer des Spielgruppenendes ist auch der schwarze Hütehund Tyssen. Der inzwischen deutlich in die Jahre gekommene treue Vierbeiner von Erzieherin Michaela „Michi“ Pachler braucht nun nicht mehr dienstags und donnerstags wie ein Schießhund auf eine quirlige kleine Kindergruppe aufzupassen, wenn die sich vom Thomas-Morus-Gemeindehaus in die nahe Villigster Natur aufmachte.

Tyssen genießt jetzt seinen Ruhestand. Ein SkF-Pony oder eine vierbeinige Leihgabe vom Reiterhof Sonnenregen steht schon länger nicht mehr auf der Weide neben dem Gemeindehaus zur Verfügung, die Kaninchen sind auch längst nicht mehr da.

Mit Hund, Pony und den nahen Spazierwegen zu Bächen, Weiden und Äckern beschäftigten sich die Kleinen mit Michaela Pachler und Co-Erzieherin Sylvia Magiera genauso intensiv wie mit Geschichten über Gott und Jesus. Dazu lernten in den 14 Jahren zusammen wohl einige Hundert Kinder aus allen Schwerter Stadtteilen Fertigkeiten wie Malen, Kleben, Schneiden, Singen, Basteln mit Material aus der Natur oder sich in einer Gruppe wohlzufühlen und zu behaupten.

Vom ersten Tag im Jahr 1999 bis Ende 2012 blieben Michaela Pachler und Sylvia Magiera das Team, aus gesundheitlichen Gründen übernahm für die letzten Monate Erzieherin Karin Kunz „Michi“ Pachlers Part. Karin Kunz war als Urlaubs- und Krankheitsvertretung schon Jahre zuvor eingesprungen.

Die Naturspielgruppe finanzierte sich all die Jahre aus den Elternbeiträgen, aus Spenden und Eigenmitteln des Sozialdienstes. Die Stadt gab einen kleinen Zuschuss.

Der Ausbau der U3-Plätze in den Schwerter Kitas ist nun soweit vorangeschritten, dass für die Villigster Naturspielgruppe kein Bedarf mehr besteht. Die zweite SkF-Spielgruppe im Pfarrheim von St. Marien in der Innenstadt bleibt allerdings noch bestehen, hier gibt es noch genug Anmeldungen.

Gemeindereferentin Eva Mehrens feierte jetzt mit der letzten, klein gewordenen Kindergruppe – bis zu 15 Kinder wurden in Spitzenzeiten von den beiden Erzieherinnen betreut und angeleitet – in der Thomas-Morus-Kirche einen Abschlussgottesdienst, der zugleich der Endpunkt für das sehr erfolgreich SkF-Angebot war. SkF-Vorstandsmitglied Eleonore Kinkel überreichte Sylvia Magiera und Karin Kunz ein Blumenpräsent und dankte für deren Einsatz.