„Kein Interesse an Jugend und Kultur!“

Man mag’s kaum glauben: Zum zweiten Mal wollen die städtischen Jugend- und Kulturverwalter mit dem lapidaren Verweis auf den „Brandschutz“ einem wichtigen Stück Jugend- und Kulturarbeit kurzerhand den Hahn zudrehen. Nach dem Rattenloch in Kayser-Keller soll’s jetzt das Probenzentrum im Gesamtschul-Keller sein – kunterbunt beide.

Wie, ihr meint, im ProZ proben seit Jahren angeblich nur noch alte Männer? Wo aber hättet ihr Jugendverwalter dann hingeguckt seit Jahren? Und selbst wenn es keine Jungbands wären, dann ist es doch Kultur. Ach, es ist tatsächlich nur der Brandschutz und wir haben kein Geld? Wo sind dann die kostensparenden Alternativvorschläge unserer Dienstleister für Jugend und Kultur? Lasst Euch gefälligst was einfallen, denn das ist euer Beruf.

Zum zweiten Mal wird deutlich, dass die Jugend und die Kultur in der Stadtspitze zwar einen Beigeordneten, aber überhaupt keine Lobby haben. Es fehlt nicht nur jede Vision und jede Idee – es ist noch nicht einmal Interesse vorhanden. Da wird nur noch der Mangel verwaltet – und das auch noch schlecht.

Der Rotstift hat längst den Kopf ersetzt. Wie sonst konnte es passieren, dass niemand es für wichtig hielt, mit den Betroffenen vorab zu sprechen, so dass diese vom brennenden Problem erst aus der Zeitung erfuhren?

Oder ist das Ganze doch nur ein mit dem „Brandschutz“ mühsam kaschierter Versuch, sich die ungeliebten und schlecht kontrollierbaren Keller- und Schmuddelkinder per Rotstift gleich ganz vom Halse zu schaffen? Der erste Versuch konnte nur durch kräftigen politischen Gegenwind abgebogen werden…Haalloo, Politiihiik!!

Bernd Kirchbrücher
Rathausstraße 11, Schwerte