Kreis Unna: Haushalt

Kreis Unna. Die finanzpolitisch wichtigste Entscheidung fällt kurz vor der Bescherung: Der Kreistag verabschiedete in seiner letzten Sitzung im Jahr den Haushaltsplan fürs kommende Jahr. Auch diesmal stimmte die breite Mehrheit dem von Kreisdirektor und Kämmerer Dr. Thomas Wilk vorgelegten Zahlenwerk zu.

Gegenüber dem im November eingebrachten Entwurf gibt es leichte Veränderungen. So liegt der Hebesatz der Allgemeinen Kreisumlage bei 46,67 Prozent. (Entwurf 2016: 47,42 Prozent, Haushalt 2015: 47,52 Prozent). Bei der für die kreisangehörigen Städte und Gemeinden noch wichtigeren Frage gibt es ebenfalls Klarheit. Sie müssen insgesamt 257,63 Millionen Euro (Entwurf 2016: 258,87 Millionen Euro, Haushalt 2015: 251 Millionen Euro) an den Kreis abführen.

Sozialkosten prägen den Haushalt auch 2016 Geschuldet sind die großen finanziellen Belastungen den Aufwendungen im Sozialbereich. Sie machen mit insgesamt rund 273 Millionen Euro knapp 60 Prozent des Haushalts aus und prägen ihn damit auch 2016.

Größter Einzelposten bleiben dabei mit rund 96,6 Millionen Euro die Kosten der Unterkunft (KdU) für Bezieher von Arbeitslosengeld II. Mit gut 80,5 Millionen Euro zu Buche schlagen außerdem weitere soziale Transferleistungen wie z.B. die Zahlungen für die stationäre Hilfe zur Pflege oder die voraussichtlich über 96,1 Millionen Euro, die der Kreis als Umlage an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) insbesondere zur Finanzierung der Eingliederungshilfe für Behinderte abführen muss.

Beschlossen vom Kreistag wurde auch der Hebesatz der differenzierten Kreisumlage. Diese Umlage wird von Bönen, Fröndenberg/Ruhr und Holzwickede für die Erledigung der Jugendamtsaufgaben durch den Kreis gezahlt. Der Hebesatz beträgt im kommenden Jahr 24,03148 Prozent (Entwurf 2016 24,30913 Prozent, 2015: 23,8275 Prozent).