Krippe in St. Monika erfreut seit 25 Jahren die Herzen

Ein Teil der Krippendarstellung in St. Monika mit ihren lebendig und lebensnah geschnitzten Figuren. (Foto: NO)

Ergste. (Red.) Eine besonders berührende Krippendarstellung erfreut bereits seit 25 Jahren die Kirchgänger in St. Monika in Ergste. Die insgesamt 26 Figuren inklusive Tiere sind aus naturbelassenem Lindenholz geschnitzt – und wer den ganz individuell dargestellten Menschen ins Gesicht blickt, sieht dort Armut und Not widergespiegelt. „Die Figuren stehen symbolisch für die vielen Menschen, die Krieg, Verfolgung und Krankheit ausgesetzt sind, was gerade in unserer Zeit im Hinblick auf die vielen Flüchtlinge leider besonders aktuell ist“, sagt Bernhard Vickermann.

Ohne die Partnerschaft mit der polnischen Stadt Nowy Sacz gäbe es nicht diese ausdrucksstarke Krippe in St. Monika. Als Mitglied der Schwerter Delegation lernte Bernhard Vickermann dort 1989 das Künstlerehepaar Hanka und Josef Madeja kennen, Angehörige der Minderheit der Goralen und vielleicht deshalb besonders sensibel für das Krippengeschehen. Zunächst kaufte Bernhard Vickermann eine Krippe von Josef Madeja und stellte diese der Gemeinde St. Monika als Leihgabe für die Weihnachtszeit zur Verfügung.

Für fünf Familien der Gemeinde war das eine Anregung, anlässlich einer weiteren Partnerschaftsbegegnung beim Künstler 1991 die jetzige Krippe in Auftrag zu geben. 1992 konnte sie der Gemeinde vorgestellt werden. Seit nunmehr 25 Jahren ist nun bereits die liebevoll arrangierte und dekorierte Krippendarstellung in der Sakramentskapelle von St. Monika zu sehen – immer wieder ein Blickfang zur Weihnachtszeit. Viele der ehrenamtlichen Helfer des „Krippenteams“ sind teilweise seit Beginn beim Auf- und Abbau dabei, so auch Gerhard Dullmer.

Doch für den „Krippenteamchef“ Bernhard Vickermann sind 25 Jahre nun genug. In diesem Jahr ist der engagierte Ergster das letzte Mal dabei – und hofft auf einen würdigen Nachfolger.