Lang ersehnte K 10n

Bürgermeister Heinrich Böckelühr und Kreisplanungsdezernent Dr. Detlef Timpe begannen am Mittwoch mit dem Abriss des Hauses an der Hörder Straße 70. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. Den offiziellen Auftakt für die Entlastungsstraße für die Schwerterheide, die sogenannte K 10n, gaben am Mittwoch, 30. März, Bürgermeister Heinrich Böckelühr und Kreisplanungsdezernent Dr. Detlef Timpe. Zum Baustart wird das Haus an der Hörder Straße 70 abgerissen, das an der Einmündung zum Osthellweg steht.

Bürgermeister Heinrich Böckelühr freut sich, dass es endlich los geht: „Auf diesen Tag hat Schwerte lange gewartet. Ein lange währendes Problem wird für die Stadt Schwerte endlich gelöst.“

Sommer 2012

Wenn die Witterung mitspielt, könnte die neue Kreisstraße bereits im Sommer nächsten Jahres fertig sein. Die neue Straße verbindet die Hörder Straße mit dem Gewerbegebiet Binnerheide und ist 1,4 Kilometer lang. Der Bau kostet acht Millionen Euro, wobei der Kreis 2,8 Millionen bezahlt. Der Rest kommt vom Land NRW.

Lange Diskussionen

Viele Jahrzehnte wurde in Schwerte das Vorhaben einer Entlastungsstraße für die Schwerterheide diskutiert. Im Jahr 2001 wurde von der Stadt Schwerte eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, bis dann 2005 der Maßnahme von anderer Seite hohe Priorität eingeräumt wurde: Der Petitionsausschuss des Landtages bestätigte ebenfalls die Notwendigkeit einer sogenannten „Nordtangente“ als Kreisstraßenverbindung zwischen der B 236 (Hörder Straße) und der K 10 (Ostberger Straße).

Rechtskräftig

Im Jahr 2007 ging es dann in die Planungsphase. Der Kreis Unna beauftragte ein entsprechendes Fachbüro. Parallel dazu wurden die entsprechenden Grundstücksaufkäufe durch den Kreis Unna getätigt. Nach Abschluss der Planung unter Beachtung der Anregungen der Träger öffentlicher Belange sowie der örtlich betroffenen Anlieger wurde im Juli 2008 dann die Planfeststellung eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss durch die Bezirksregierung Arnsberg erfolgte noch im Dezember 2009 und erlangte im März Rechtskraft.

Die Planungen, welche jetzt ausgeführt werden, sehen eine Verknüpfung mit der B 236 (Hörder Straße) in Höhe der Einmündung des Talweges vor und quert den Osthellweg östlich des Baustoffhandels, zu dem eine Zufahrt über die vorhandene Straße vorgesehen ist. Der sich anschließende Abschnitt des Osthellweges mit der anliegenden Wohnbebauung wird nach dem Planentwurf von der K 10 abgebunden.

Im weiteren verläuft die Trasse etwa ab der Querung der Straße „Alter Dortmunder Weg“, mit der eine niveaugleiche Kreuzung vorgesehen ist, parallel zur A1 in einem Abstand von rund 20 Metern und wird schließlich nördlich der Hofstelle Eckey in einer Kreisverkehrsanlage an das vorhandene Straßennetz der K 10 (Ostberger Straße) angebunden.