Lebendige Stadt Schwerte

Probten im Rathaus schon einmal das „Schattenspiel“, das demnächst im Bahnhofstunnel zum Einsatz kommen wird (v.l.): Lichtkünster Jörg Rost, Dr. Uwe Trespenberg, Bürgermeister Heinrich Böckelühr und Klaus Jung, Bereich Demografie und Stadtplanung. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (NO) Mehr Licht für die Bahnhofsunterführung! Wie lange haben die Schwerter schon darauf gewartet. Jetzt – 2012 – wird der erste Schritt getan. Mit einem Beleuchtungskostenzuschuss in Höhe von 25.000 Euro fördert die in Hamburg beheimatete Stiftung „Lebendige Stadt“ eine zeitgemäße Illumination für den Bahnhofstunnel am Holzener Weg. Mittlerweile sind die ersten Planungen im Zusammenwirken mit der Fa. Philips, Stadtwerke Schwerte, der Handwerkskammer und dem Lichtkünstler Schwerter Jörg Rost fertiggestellt. Werden diese realisiert, wird der finstere Tunnel zum Erlebnisraum.

Ein Anfang

Der als Anschubfinanzierung gedachte Zuschuss reicht bei weitem nicht aus, um den dunklen und dreckigen Angstraum ins rechte Licht zu setzen. „Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein“, so Rost. Doch ein Anfang ist gemacht.

Licht und Kunst

Die Brückenkonstruktion in Schwerte ist aus Stahl und stammt aus dem Jahr 1905. Sie wurde 1964 saniert, ist rund 166 Meter lang, hat eine Breite von 19 Metern und zwei Fahrspuren. Die Lichtinstallation, die nun in den Tunnel eingebaut werden soll, besteht aus dekorativem und funktionalem Licht. Die Seitenräume, also der Fuß- und Radweg, werden durchgehend ausgeleuchtet. Mit dem dekorativen Licht sollen die Brückenbauteile angestrahlt werden. Das hat Jörg Rost bereits ausprobiert. Eine weitere Lichtinstallation ist das so genannte „Schattenspiel“. Ein Bodenstrahler wird durch einen Bewegungsmelder eingeschaltet, so dass im Vorbeigehen das Licht auf die Wand fällt und Schattenbilder entstehen.

Notwendig sind insgesamt zwanzig Leuchten zum Stückpreis von rund 2150 Euro für eine konstante Ausleuchtung, darüber hinaus noch einige LED-Spots zum Stückpreis von etwa 1450 Euro sowie Lichtleisten und Bodenstrahler für rund 8400 Euro pro Stück. Da ist die Anschubsumme von 25.000 Euro schnell erreicht.

Weitere Mittel benötigt

„Nach überschlägiger Berechnung benötigen wir deshalb noch weitere finanzielle Mittel“, sagt Bürgermeister Heinrich Böckelühr. Auch Dr. Uwe Trespenberg ist es ein Anliegen, dass der dunkle Tunnel bald auf eine ganz besondere Weise ansehnlich und sicherer wird, ist doch das Thema „Licht in die Stadt“ schon seit jeher auf der Agenda des Vereins Stadtmarketing. Jetzt sind also Spenden gefragt. Schwerterinnen und Schwerter, die das Projekt unterstützen wollen, werden gebeten, auf folgendes Konto des Stadtmarketing Schwerte zu überweisen:

Kontonr.: 40956, Blz: 441 524 90, Sparkasse Schwerte, Verwendungszweck: „Bahnhofstunnel“.

Handwerk macht mit

Die Handwerkskammer leistet ihren Beitrag zur auch in künstlerischer Hinsicht Maßstäbe setztende Beleuchtung der Unterführung , indem sie um Firmen bzw. um deren Arbeitsleistungen wirbt. Die Handwerker sollen ihre Sachkenntnis einbringen, um die technisch erforderlichen Arbeiten fachgerecht auszuführen. „Spätestens bis nach den Sommerferien müssen die Gelder für mehr Licht im Bahnhofstunnel zusammen sein“, hofft Bürgermeister Heinrich Böckelühr auf Unterstütung von Privaten und Gewerbe, „denn die Tunnelbeleuchtung muss gemäß Vorgabe der Stiftung ’Lebendige Stadt’ bis zum Jahresende 2012 realisiert werden!“