Medizin und Tod: Eugen Drewermann kommt nach Schwerte

Schwerte. Der bekannte Psychotherapeut und Theologe Dr. Eugen Drewermann spricht am Mittwoch, 1, März, auf Einladung der Hospiz-Akademie und der Evangelischen Kirchengemeinde Schwerte im Paul-Gerhart-Haus, Ostberger Straße 55.

Sein Vortrag „An den Grenzen der Medizin“ behandelt das Verhältnis von Arzt, Patient und Tod, das Drewermann anhand der Grimmschen Erzählungen „Gevatter Tod“ und „Fundevogel“ vertieft. Darin werden Krankheit, Sterben und Tod in ihrer Bedeutung für das menschliche Leben symbolisch entfaltet und verdichtet.
Drewermann fordert, dass Ärzte ihre Grenzen erkennen müssen, wo der Tod beim einzelnen Menschen steht, ob noch im Hintergrund oder bereits an der Schwelle, an der jeder Eingriff und jede Medizin versagen. Dann könne Hilfe nur noch darin bestehen, zu der Einsicht zu verhelfen, dass hinter dieser Schwelle ein neues Leben beginnt.
Eugen Drewermann warnt eindringlich davor, den Tod aus dem Leben auszuklammern. Nur wer sich dem Wandel des Lebens stelle, für den gebe es Tröstungen gegen Krankheit, Schmerzen und Tod, die sich aus Literatur und Kunst ebenso schöpfen ließen wie aus den Darstellungen von Märchen, Mythen und Religion.
Eintrittskarten sind zum Preis von 10 Euro im Vorverkauf in der Ruhrtal-Buchhandlung erhältlich. Der Eintritt an der Abendkasse kostet 12 Euro.