Ein Teil der Arbeitsgruppe: „Ausstellungskonzept“ (v.l.): Martina Horstendahl, Tobias Bäcker, Dr. Ulrike Gilhaus, Prof. Dr. Ulrich Borsdorf, Anke Skupin, Joseph Bender und Ulrich Halbach. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (Red.) Gewöhnlich, das kann ja jeder – das dachte sich wohl auch die Arbeitsgruppe „Ausstellungskonzept“, die in der vergangenen Woche ihr neues Konzept „heimat ver-rückt“ vorstellte.

Eine Mischung aus damals, heute, nah und fern soll das richtige Rezept sein, um die Menschen in die neue Ausstellung im Obergeschoss des Alten Rathauses, Ruhrtal-Museum und Marktschänke zu locken.

Dabei wird die „Heimat“ im Fokus stehen – positiv, wie kritisch – und stets in verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Bedienen wollen sich dabei die Planer, die aus Museums-Experten und Schwerter Bürgerinnen und Bürgern besteht, dabei sowohl analoger als auch digitaler Hilfsmitteln, um den Besuchern ein Erlebnis mit allen Sinnen zu vermitteln.

Das Konzept wird auf drei Säulen ruhen. Die erste Säule wird dabei die Stadtgeschichte mit Hilfe von Exponaten erzählen.

Löffel abgeben

So werden in der Ausstellung sicherlich verschiedene Löffel zu sehen sein, deren Geschichte auch heute noch die Menschen berührt. Denn: Nicht immer sind alle Details über die Löffel bekannt, es ergeben sich Kontroversen über Herkunft und Bedeutung. Genau hier setzt die Ausstellung an, die diese historischen Stücke von den diversen Dachböden holt und für jeden zugänglich macht.

Die zweite Säule ist die Gegenwart. Hier können Schwerter Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Ausstellung partizipieren. Selbst hergestellte Objekte, die die Gegenwart dokumentieren, müssen von Fachleuten überprüft werden, ob sie „ausstellungswert“ sind und können – bei einem positiven Bescheid – ausgestellt werden. Ehrenamtliche Bürger-­Projekte wie die „Starke Frau“ könnten dann interessant werden.

In Zukunft soll es immer verschiedene Jahresthemen geben, nach denen sich die Ausstellungen richten. Auch Schulprojekte können problemlos anknüpfen und einfließen.

Berühmte Kinder der Stadt

Die dritte und letzte Säule betrifft die berühmten Schwerterinnen und Schwerter. Deren Kunstwerke sollen einen anderen Blick auf Schwerte – und darüberhinaus – bieten. Rosemarie Trockel, Prof. Verena Dientrich und weitere Künstler haben nicht nur überregional oder gar weltweit Anerkennung bekommen, sondern auch den Stadtnamen Schwerte repräsentiert.

Weithin interessant

Insgesamt soll das Museum, dessen Bauphase sich bis in die 2020er Jahre ziehen wird, nicht nur für lokale Besucher, sondern auch internationale Interessierte anlocken. Denn auch auswärtige Gäste können auf ihre Kosten kommen. Schließlich wird dank eines breitgefächerten Angebots das Thema „Heimat“ ganz besonders dargestellt.

Da der Rahmen bewusst deutlich größer um Schwerte gezogen wurde, lässt sich die Ausstellung auch globaler verstehen – und damit auch für jeden auswärtigen Besucher einen Abstecher wert sein.