Neuer Meister in der Budogemeinschaft

Sergej Bereznev in Aktion, am Boden Marius Schreiner, und die Prüfungskommission im Hintergrund mit Reinhold Harenbrock, Guido Böse und Sebastian Kneffel. (Foto: Verein)

Schwerte. Sergej Bereznev durfte in der letzten Dan-Prüfung im Shin Jeon Hapkido die Graduierung zum IV. Dan ablegen und trägt von nun an den Titel Sabum Nim (Ehrenwerter Meister). Mit Meister Sergej gibt es jetzt aktuell drei aktive Kampfkünstler in der Shin Jeon Hapkido Abteilung der Budogemeinschaft Schwerte, was auf Landesebene einzigartig ist und Bundesebene sehr selten vorkommen dürfte.

Langer Weg zum Meister

Hieran lässt sich bereits erkennen, dass der Meistertitel im Hapkido nicht verschenkt wird. Die Ausbildungszeit bis IV. Dan beträgt hier im günstigsten Fall mindestens zehn Jahre. Bereits die Vorprüfung verlangt alles von dem Prüfling ab, hier muss sich dieser für die Hauptprüfung qualifizieren und sich eine Zulassung „verdienen“. Alle vorangegangenen Gurte musste Meister Sergej bestätigen, neben den Fußtritten musste er Wiederholungstechniken, beidseitig, aus einem Programm von mehr als 300 Techniken vorführen.

Jüngster Schwarzgurt

Aber auch die anderen Teilnehmer der Prüfung zeigten hervorragende Leistungen. Carolin Bastian erlangte als erste Frau den III. Dan und ist nun Meisteranwärterin (Bu Sabum Nim). Samira Ahmadnia trägt nun den zweiten Streifen auf Ihrem Schwarzgurt, Gratulation zum II. Dan. Schwerte begrüßt einen neuen Schwarzgurt: Lutz Hillebrand hat die Prüfung zum I. Dan bestanden und ist mit 18 Jahren der jüngste Schwarzgurt in der Budogemeinschaft. Auch er darf von nun an beim An- und Abgrüßen im normalen Trainingsbetrieb als jüngster Kyossa Nim rechts neben den Meistern teilnehmen.
Auch Vater Markus Hillebrand setzte den Stein zum nächsten Grad, indem er die erste Zwischenprüfung zum IV. Dan bestand, auch er ist dem Meistertitel einen kleinen Schritt näher gekommen. Ebenfalls dabei waren zwei Teilnehmer aus dem befreundeten Verein aus Sachsen. Extra aus Görlitz über 600 Kilometer angereist, legten Phillip Paul und Dennis Paul die ersten Zwischenprüfungen zum IV. Dan und II. Dan erfolgreich ab.
Die Prüfungskommission, bestehend aus Großmeister Guido Böse (VI. Dan), Meister Reinhold Harenbrock (V. Dan) und Gastprüfer Meister Sebastian Kneffel (IV. Dan) konnten nach den gezeigten Leistungen zufrieden alle Urkunden beglaubigen.

Neue Gürtel

Aber auch im Farbgurtbereich gibt es freudige Neuigkeiten. Traditionell findet die Farbgurtprüfung eine Woche nach der Danprüfung statt. Dieses Mal wurde die Jugend und die Senioren gemeinsam an einem Tag geprüft. Hier bestand die Prüfungskommission aus den Prüfern Großmeister Guido Böse und Markus Hillebrand. Insgesamt stellten sich 15 Kampfsportler der Herausforderung ihre nächste Graduierung zu erlangen.
Das Augenmerk der Prüfer lag an diesem Tag auf die Braungurtanwärter, diese hatten das größte Pensum vor der Brust. Neben den Kategorien Bewegungsschule, Fallschule, Fußtechniken, Selbstverteidigung, freie Abwehr, Sparring, Formenlauf und Bruchtest, hat der Braungurt auch den Vorreiter auf die freigesprungene Halsschere versteckt. Hierbei muss der Sportler im Sprung seine Füße um den Kopf des Angreifers schlingen und sich danach um die eigene Achse drehen. Diese Technik verlangt den Teilnehmer höchste Konzentration und Mut ab, doch an diesem Tag meisterten die beiden Anwärter Nathaniel Lorenz und Niclas Rullkötter ihre Aufgabe ohne Probleme. Am Ende der fünftündigen Prüfung konnten alle Teilnehmer mit

Stolz Ihren neuen Gürtel in Empfang nehmen:
2. Kup (braun): Nathaniel Lorentz, Niclas Rullkötter; 4. Kup (grün): Chiara Deponte, Tom Arnold, Mira Gräfe, Melissa Sebastian, Sandra Hoppe, Mika Detampel; 6. Kup (orange): Jonas Höfig, Bennedict Davidson, Anna Lorenzen; 8. Kup (gelb): Leonard Niermann, Celina Tiemesmann, Robin Tiemesmann, Aljoscha Marks.
Prüfer und Publikum hatten an diesem Tag viele schöne Techniken gesehen. Am Ende lobte Großmeister Guido Böse seine Schüler für die erzielten Leistungen. Als Prüfungsbeste konnte Melissa Sebastian an diesem Tag zufrieden von der Matte gehen.