Oldtimerparade eröffnet neue Kreisstraße

Ein Fahrzeugcorso der Oldtimer-Freunde Schwerte eröffnete die neue K10n, vorneweg der berühmte „Adenauer-Mercedes“. (Foto: Oldtimer-Freunde Schwerte)

Schwerte. Nach nur einjähriger Bauzeit konnte die K10n vor einer Woche für den Verkehr freigegeben werden.

Die Kreisstraße verbindet als sogenannte Nordtangente die Hörder Straße (B 236) und die Ostberger Straße (K 10). Sie übernimmt damit wichtige Entlastungsfunktion für die Wohngebiete im Zuge der Heider Straße und schließt das Gewerbegebiet Binnerheide optimal an den Verkehr an.

Bei der Einweihung freute sich Landrat Michael Makiolla, dass das Generationenprojekt – die ersten Planungen gab es vor mehr als 20 Jahren – nun erfolgreich abgeschlossen ist. Der Kreis hatte 2005/2006 die Planungen in die Hand genommen und nach dem Planfeststellungsbeschluss und den notwendigen Beschlüssen durch den Kreistag im Frühjahr 2011 mit den Bauarbeiten begonnen. Finanzieller Partner des Kreises war das Land, das 4,1 Millionen Euro der insgesamt rund 6,6 Millionen Euro kostenden Maßnahme zahlte.

Ein anderer Partner und konkreter Nutznießer der neuen Kreisstraße ist die Stadt Schwerte. Und so dankte Bürgermeister Heinrich Böckelühr vor allem den Akteuren beim Kreis, dem Land und der Stadt. Sie hätten alle an einem Strang gezogen und damit den straßenbaulichen Erfolg möglich gemacht.

Oldtimerparade

Oldtimer waren die ersten Fahrzeuge, die über die neue Trasse rollten. Hans Wagener, Kfz-Sachverständiger aus Schwerte, hatte die Idee, die neue Straße mit einer Parade seiner Oldtimer-Freunde zu eröffnen. Ein Mercedes 300, der nach dem Zweiten Weltkrieg die deutsche Repräsentationslimousine wurde und Staatsmänner wie Konrad Adenauer fuhr, führte am 24. August die Oldtimerparade an. Darin hatten es sich Landrat Michael Makiolla und Bürgermeister Heinrich Böckelühr bequem gemacht.

Ein kleiner Wermutstropfen trübt allerdings die Freude über die neue Trasse: Der Kreis Unna als Baulastträger der K10n hat entlang der Straße keinen eigenen Radweg angelegt. Zwar gibt es auf der südlichen Seite einen 2,50 Meter breiten Gehweg, auf dem auch das Radfahren erlaubt ist, dieser ist aber für Radler wie für Fußgänger denn doch etwas eng. Radfahrer können aber auch die Straße benutzen, müssen sich dann aber auch von Lastwagen überholen lassen. Die Lkw sollen diese Straße ja auf ihrem Weg ins Gewerbegebiet Binnerheide und wieder zurück nutzen. Auf dem Gehweg müssen Radfahrer den Vorrang der Fußgänger beachten.