Palliatives Netzwerk für Schwerte gewinnt an Fahrt

Hospiz Schwerte
(Bild/Logo: Hospiz Schwerte)

Schwerte. Der Plan, in Schwerte ein palliatives Netzwerk für die Versorgung zum Lebensende zu etablieren, zeigt Dynamik: Mehr als 50 Anbieter aus den so angesprochenen Bereichen trafen sich kürzlich im Bürgersaal des Rathauses – unter ihnen Ärzte, die Pflegebranche und Ehrenamtliche. Bei der nächsten Plenumsveranstaltung am 3. April um 17 Uhr sollen an gleicher Stelle weitere Gründungsüberlegungen folgen.

Erst einmal Öffentlichkeitsarbeit

Ein erster Schritt müsste die Erstellung eines Flyers sein, mit dem sich Betroffene zu allen entsprechenden Hilfsangeboten in der Ruhrstadt sachkundig machen können. Die dafür notwenigen Informationen sollen bei den Treffen im Frühjahr gesammelt werden, nachdem sich die genannten Gruppen Beteiligter vorher noch zu ihren speziellen Interessenslagen abgestimmt haben. Auf der Basis des geplanten Flyers könnten dann auch ein Internetauftritt des Netzes und weitere Kommunikationsmöglichkeiten geschaffen werden.

Gesprächsmöglichkeiten

Parallel zu dieser Öffentlichkeitsarbeit müssten Gesprächsmöglichkeiten der beteiligten Partner zur Lösung der Herausforderungen etabliert werden. Diese zwei Zielrichtungen wurden im Januar in dem Vortrag deutlich, den Dr. med. Holger Felcht zu Beginn des Treffens im Rathaus gehalten hatte.

Als Mitglied des Vorstands der Hospiz-Initiative Schwerte, deren Akademie die lokalen Netzwerkplanungen mit drei Veranstaltungen im vergangenen Jahr aufgegriffen hatte, erinnerte er nicht nur an diese Historie, sondern auch an die für die gemeinsame Arbeit bereits vorhandene inhaltliche Basis – nämlich an die unterzeichneten Chartas für die Betreuung Schwerstkranker und Sterbender sowie für das Ehrenamt.

Die Bildung eines palliativen Netzwerks für Schwerte wird auch von der Politik unterstützt. Das signalisierten bei der Versammlung nicht nur Repräsentanten mehrerer Parteien. Bürgermeister Dimitrios Axourgos hat auch 2019 die Schirmherrschaft über diesen Prozess.