Preis für Schwerter Unternehmen

Schwerte. Interkulturalität ist im Schwerter Betrieb von Egon Schrezenmaier nicht nur irgendeine Theorie. Sie wird gelebt. Für sein Engagement im Hinblick auf Chancengleichheit und interkulturelles Miteinander in seinem Betrieb erhielt Egon Schrezenmaier am Mittwochabend in Dortmund den Interkulturellen Wirtschaftspreis 2011.

Nach Ansicht der Jury zieht sich das Thema Interkulturalität durch das Unternehmen wie ein roter Faden. Der Betrieb wolle in gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht seinen Beitrag zu einem gelungenen Miteinander leisten und zeigen, welche Möglichkeiten sich für Unternehmen eröffnen, Menschen mit Migrationshintergrund zu unterstützen und deren Potenziale zu nutzen.

Bei Schrezenmaier Kältetechnik haben 13 der insgesamt 51 Mitarbeiter einen Migrationshintergrund. Während die Diskussion um die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen das Thema Integration seit Jahren begleitet und das entsprechende Gesetz erst auf den Weg gebracht werden soll, beschäftige sich das Unternehmen seit Jahren mit Lösungsansätzen für das Problem. Schrezenmaier setze darauf, die Fähigkeiten des Personals unabhängig von den Abschlüssen zu erkennen und zu honorieren. Im Vordergrund stehe dabei immer die Teamarbeit, heißt es weiter in der Jury-Begründung.

Der Interkulturelle Wirtschaftspreis wird seit 2005 vom Multikulturellen Forum e.v. verliehen. Dieses setzt sich für die Chancengleichheit und Anerkennung von Migranten ein. Dieses Jahr stehen erstmals regionale Partner hinter Auszeichnung: die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna (WFG), die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund, die Handwerkskammer Dortmund und der Verein Selbstständiger Migranten im Kreis Unna/Hamm/Dortmund e.V..

Beworben hatten sich insgesamt 21 Unternehmen. Die Entscheidung hat sich die Jury nicht leicht gemacht. „Alle Bewerber verdienen besondere Anerkennung für ihr Engagement in Sachen interkulturelles Miteinander“, erklärt Jury-Mitglied und WFG-Prokurist Christoph Gutzeit. „Wir freuen uns, dass wir Egon Schrezenmaier für sein herausragendes Engagement würdigen können.“ Der Preisträger selbst hielt sich bescheiden und lobte seine Angestellten: „Ich bin froh, dass ich so gute Leute habe“, sagte er und kündigte an, sein Preisgeld an die Schwerter Gemeindegruppe Asyl zu spenden, die sich um Migranten kümmert.