Proberaumzentrum: „Brandschutz ist ein Totschlagargument!“

Schwerte. Die Bandinitiative ist nicht bereit, den Beschluss des Schul- und Sozialausschusses vom 22. Mai 2013 zur Verkleinerung des Proberaumzentrums unterhalb der Gesamtschule zu akzeptieren. Wie bereits dargelegt, ist die Bandinitiative auch weiterhin davon überzeugt, das Proberaumzentrum (ProZ) vollständig erhalten zu können.

In der Stellungnahme der Bandinitiative heißt es: „Zuerst stellte laut Verwaltung die unlösbare Fluchtwegführung angesichts der anstehenden Brandschutzsanierung das Hauptproblem zum vollständigen Erhalt des ProZ dar. Uns wurde einfach verkündet ’Es gibt keine andere Lösung’ und somit wurde versucht, aus dem Brandschutz ein Totschlagargument zumachen. Gespräche mit uns, in denen die Situation vernünftig hätte erörtert werden können, wurden abgelehnt. Diese theaterreife Inszenierung wurde bekannterweise von Seiten der Bandinitiative technisch und rechtlich einwandfrei widerlegt. Alleine die Zeit, die hierbei durch Unfähigkeit und Engstirnigkeit der Verwaltung vergeudet wurde, hätte zur Aushandlung eines vernünftigen Konsens zur Wahrung der Interessen aller Beteiligten genutzt werden können.

Jetzt wird plötzlich als Grund zur Verkleinerung des ProZ ein angeblicher Bedarf der Schule an Lagerräumen vorgebracht. Erneut wird der Anschein erzeugt, es ginge um ein technisches Problem und der Lösungsvorschlag der Verwaltung sei alternativlos. Zudem sei die Schule prioritär zu behandeln, daher können naheliegende Ideen wie die Auslagerung von Archiven natürlich nicht angedacht werden. Gespräche mit der Bandinitiative werden wieder nicht geführt, die bereits in der Vergangenheit in die Diskussion gebrachten Alternativvorschläge werden nicht geprüft. Ein Verhalten, das die zuständige Verwaltung auch in der Diskussion um das Rattenloch in gleicher Weise gezeigt hat. So werden keine Probleme gelöst, sondern erst geschaffen.

Hinter dem Vorschlag der Verwaltung verbirgt sich unverändert die Zerstörung von eigens dafür eingerichteten hochwertigen Proberäumen, diesmal zugunsten anspruchsloser Lagerräume. Und zumindest die Mehrheit der Vertreter im ASSI ist offenbar bereit, dieses einfach so hinzunehmen.“

Weiter heißt es in der Stellungnahme der Bandinitiative: „Die größte Frechheit der Verwaltung aber ist die Ignoranz gegenüber den Beschlüssen des höchsten Gremiums unserer Stadt, dem Rat der Stadt Schwerte! So werden die Stimmen aller Ratsmitglieder und der von ihnen Vertretenen entwertet. Wie kann die Politik hinnehmen, dass die Verwaltung nach eigenem Gutdünken mit ihren Beschlüssen umgeht, so dass ein Eindruck von Machtlosigkeit des Parlaments entsteht? Nach unseremVerständnis sieht demokratisches Handeln anders aus.“

Die Bandinitiative fordert:

  1. eine sofortige Einsichtnahme in das Planungs- und Brandschutzkonzept der Gesamtschule zur Überprüfung des Lagerraumbedarfs,
  2. einen sofortigen Baustopp für den Bereich des Probenraumzentrums, um nicht vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden,
  3. eine Begehung aller Räumlichkeiten der Gesamtschule zur Erläuterung des Lagerraumbedarfs seitens der Verwaltung,
  4. die Prüfung von Alternativmöglichkeiten zur Deckung des Lagerraumbedarfs (zum Beispiel Schaffung eines Lagerraums im Foyer des ProZ, Auslagerung von Archivräumen),
  5. Gespräche mit dem Ziel eines Kompromisses zur Befriedigung der Interessen aller Beteiligten,
  6. und vor allem ein angemessenes Verhalten der Verwaltung inklusive Kommunikationsbereitschaft gegenüber der Bandinitiative und den Parteien.