Schwerte. Drei Staaten teilen sich die „Welt des Arkanit“. Sie unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht, haben verschiedene Weltanschauungen, Systeme und Ziele. Sie stehen in Konflikt um das Kristallmineral „Arkanit“, aus dem „Flux“, eine ätherische Energie, extrahiert werden kann. Auf dieser Energie basiert die gesamte Technologie dieser Zivilisationen.

Diese Welt ist eine Schöpfung von Timon Lorenz Thöne, angehender Abiturient aus Westhofen. „Flux – Zugzwang“ heißt sein 350 Seiten umfassender Fantasy-Roman, in dem der Fokus auf zwei Charakteren liegt: der Kämpferin und Idealistin Kara und dem Strategen, Pragmatiker und Bücherwurm Lycon.

Eine Geschichte – und viel mehr. Denn basierend auf dem Roman „Flux – Zugzwang“, der in gedruckter Form allerdings noch nicht vorliegt, soll ein gleichnamiges Kunstwerk entstehen, erweitert und ergänzt durch Virtual und Augmented Reality. Eine Fantasy-Welt also als Basis für Trips in die virtuelle Realität.

Der nächste Schritt

„Informationen wie Geschichten und Wissen wurden schon immer durch Medien weitergegeben. Zuerst mit der Stimme, später durch Bücher. Unsere heutige Zeit jedoch hat weit mehr Möglichkeiten: E-Book, Film, Spiel – die Digitalisierung revolutioniert unsere Kommunikation und damit auch das Erleben“, sagt der junge Mann aus Westhofen, der – begeistert von Sci Fi und Fantasy – mit zwölf Jahren seine erste, brauchbare Geschichte verfasste. Damals wurde wohl der Grundstein für die „Welt des Arkanit“ gelegt.

AR und VR

Thöne weiter: „Wir wollen den nächsten Schritt gestalten, neue Technologien der Kette anschließen, das gedruckte Wort durch Augmented Reality bereichern und ebenso die Virtual Reality mit einbeziehen. Um es einfach zu sagen: Mit AR, der Augmented Reality, kann man Inhalte herausholen, mit einer VR-Brille in die Geschichte hineingehen. Die Interaktivität könnte das Projekt als eine „Visual Novel“ klassifizieren, die auch die Möglichkeit zu Perspektivwechseln bietet. Die Leserin, der Leser soll letztendlich über Umfang und Komplexität seines Erlebnisses entscheiden.“

Die Idee der Verknüpfung von Print und virtueller Realität mag nicht ganz neu sein, aber der technische Fortschritt macht Thönes Vision hier und heute realisierbar. Das freilich kostet Geld, braucht Fachkompetenz und Kontakte. Deshalb hat sich der umtriebige 20-Jährige schon mit 16 auf der Leipziger Buchmesse getummelt. Mittlerweile hat er einen profunden, wenn auch oft ernüchternden Einblick in die Verlagslandschaft gewonnen.

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Absolut professionell: Das Reich von „Riehl“ in der „Welt des Arkanit“. Etliche Szenerien und Personen aus Timon Thönes Fantasy-Buch wurden bereits umgesetzt.
(Grafik: Sven Arne Klinger /Arcanite Productions)

Innovationspreis

„Viele Verleger sind ja durchaus am ‚Flux‘-Projekt interessiert, aber ebenso viele trauen sich noch nicht so recht“, so der Westhofener. Doch auf einen beachtlichen Erfolg kann der junge Visionär und Nachwuchsautor bereits verweisen: den Innovationspreis der letzten Leipziger Buchmesse für sein „Visual Novel“-Projekt „Flux“. Daraus ist auch ein Start-Up geworden: „Arkanite Productions“. Dafür konnte er Sven Arne Klinger begeistern, den er über ein Facebook-Forum kennengelernt hat. Seitdem arbeiten die beiden intensiv zusammen. In der realen Welt haben sie sich allerdings noch nie getroffen.

Start-Up

Sven Arne Klinger ist Creative Direktor im 2017 gegründeten Start-Up und ein absoluter Fachmann. Illustrationen, Animationen, Modellierungen und 3D bringt er in das Unternehmen ein, ebenso seine cineastischen Kenntnisse und Fähigkeiten als Programmierer. Ansonsten wirkt er als freier Künstler und lehrt Kunst und Design.

Timon Thöne seinerseits ist CEO und Story Director bei „Arcanite Productions“. Konzeption, Vertrieb und administrative Abläufe fallen in seinen Tätigkeitsbereich. Der viel beschäftigte junge Mann aus Westhofen ist aber noch auf weiteren Ebenen aktiv: „Journalistisch wirke ich als Redakteur des futureorg-Instituts und betreibe Wissenschaftskommunikation für kleinere und mittlere Unternehmen. Zudem engagiere ich mich ehrenamtlich als Storytelling-Spezialist für das Deutsche Institut für Virtual Reality in Dortmund.“ Und, nicht zu vergessen: Thöne muss auch noch sein Abi machen.

Kontakt

Mehr Infos zum Pilotprojekt, über Klinger und Thöne sowie Kooperationspartner sind unter www.arkaniteproductions.de zu finden. Sponsoren und weitere Partner sind immer willkommen.