Projekt „Gästehaus“: 60 Betten für Schwerte

Schwerte. Ein „Gästehaus“-Projekt haben jetzt Rohrmeisterei-Chef Tobias Becker, Bürgermeister Dimitrios Axourgos und Philipp Halbach als Vorsitzender im Kuratorium der Bürgerstiftung vorgestellt. Städtebaulich soll es eine Bereicherung für die Stadt und für das Umfeld der Rohrmeisterei werden – sowie Teil des Integrierten Handlungskonzepts Innenstadt.

Bis zu 60 Betten soll das Gästehaus im Bereich der beiden Häuser Ruhrstraße 16 und 18 oberhalb der Rohrmeisterei haben. Die Gebäude müssen ohnehin renoviert werden, daher ist der Gedanke an eine Neunutzung naheliegend. Dafür werden mehrere Varianten entwickelt und geprüft. „Es gibt aber noch keine konkreten Pläne, keine Kostenermittlung und auch noch keinen Zeitplan“, sagte Tobias Bäcker bei der Projektvorstellung.

Vorteile für Tourismus und Stadtentwicklung

Bürgermeister Dimitrios Axourgos hob die Vorteile für den Tourismus in Schwerte hervor. Ohnehin fehlen Unterbringungsmöglichkeiten vor Ort. Und an ein Hotel wird ja schon lange gedacht. Vom Gästehaus-Projekt verspricht man sich auch Impulse für eine Stärkung der Innenstadt. Und noch viele weitere Vorteile.

Aufgelistet wurden folgende Ziele:

  • Städtebauliche und architektonische Qualität mit Bezug zum Industriedenkmal Rohrmeisterei und Verbesserung der Entree-Situation
  • Stärkung der Verbindung Ruhr / Rohrmeisterei /Innenstadt mit Nutzung und Förderung touristischer Potenziale zum Beispiel des Ruhrtalradwegs
  • Verknüpfung mit kulturellen und Bildungs-Projekten, beispielsweise jugendkulturelle Workshop-Angebote mit Übernachtungsmöglichkeit
  • Verbindung mit den Themen Literatur und Kunst, zu denen einzelne Zimmer einzelnen Literaten und Künstlern gewidmet werden
  • Schaffung von Räumen, die auch als Galerie genutzt werden können
  • Entwicklung einer gemeinnützigen Betriebsform, in deren Rahmen Arbeitsplätze für Menschen mit Integrations- und Qualifizierungsbedarf geschaffen werden
  • Einsatz eventuell betrieblicher Überschüsse des Projekts wiederum für gemeinnützige Zwecke.

Vorabstimmungen mit der Verwaltung haben bereits stattgefunden. Finanzielle Belastungen für die Stadt Schwerte sollen nicht entstehen. Fehlende Mittel können durch die Bürgerstiftung Rohrmeisterei aufgebracht werden. Die Senfmühle soll am Standort bleiben. Für die Projektentwicklung werden rund zwei Jahre veranschlagt.