Raser im Visier: „Heizer“ in Schwerte erwischt

Er und sein Team von der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Unna machen Jagd auf unverbesserliche Raser: Günter Sparbrod. (Foto: Linda Peloso / Kreis Unna)

Er und sein Team von der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Unna machen Jagd auf unverbesserliche Raser: Günter Sparbrod. (Foto: Linda Peloso / Kreis Unna)

Schwerte. Am besten und sichersten läufts im Straßenverkehr, wenn sich alle an die Regeln halten. Unbelehrbare Raser werden durch die Geschwindigkeitsüberwachung ausgebremst. Allein im vergangenen Jahr verhängte der Kreis 2.205 Fahrverbote gegen Raser und Drängler.

Das macht die Straßenverkehrsbehörde des Kreises nicht ohne Grund: „Bei zwei Dritteln aller Geschwindigkeitsunfälle werden Menschen verletzt“, erklärt Fachbereichsleiter Günter Sparbrod und verweist auf die aktuelle Verkehrsunfallstatistik der Kreispolizeibehörde. Nach wie vor ist zu hohe Geschwindigkeit der Killer Nummer eins bei Verkehrsunfällen.
Dass täglich auch auf den Straßen im Kreis Unna unverantwortlich schnell gefahren wird, zeigt ein Blick in die Statistik der Behörde: Der schnellste Fahrer wurde auf der Ruhrtalstraße in Schwerte mit 126 Stundenkilometern gemessen. An dieser Stelle ist Tempo 50 erlaubt, der ertappte Verkehrssünder war also 76 Stundenkilometer zu schnell unterwegs.
Damit ist er leider nicht allein: Ebenfalls auf der Ruhrtalstraße wurde ein Raser mit 111 km/h geblitzt. An der Rote-Haus-Straße war ein unverantwortlicher Fahrer an einer 70er-Stelle mit Tempo 127 unterwegs. Gerast wird auch in Tempo-30-Bereichen, beispielsweise vor Schulen: So sind an der Parkstraße in Unna 30 Stundenkilometer erlaubt. Das war jemandem nicht schnell genug, der dort mit Tempo 71 gemessen wurde. An der Römerstraße in Selm (Tempo 30) wurde ein Raser mit 92 km/h erwischt.
Wie häufig Verkehrsregeln übertreten werden, macht die Gesamtzahl der von Kreis-Mitarbeitern bearbeiteten Ordnungswidrigkeiten klar: Sie lag im vergangenen Jahr bei 158.907 (2015: 165.050). Rund 120.000 dieser Verstöße wurden im vergangenen Jahr durch die „Starenkästen“ (rund 70.000) und die mobile Geschwindigkeitsüberwachung (rund 50.000) des Kreises registriert. Beim Kreis werden darüber hinaus die Verfahren der Temposünder bearbeitet, die die Polizei erwischt hat.
In den kreiseigenen Fahrzeugen zur mobilen Geschwindigkeitsüberwachung leisteten die Mitarbeiter im vergangenen Jahr 7.567 (2015: 7.936) Einsatzstunden an 357 (2015: 358) Einsatztagen.