Rettungspunkt-Projekt vor der Realisierung

Schwerte. (NO) Bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zählt jede Minute. Inmitten der Natur, bei einem Waldspaziergang beispielsweise, kann ein böser Zwischenfall lebensbedrohlich sein. Hier Abhilfe zu schaffen, ist das Anliegen des stellvertretenden Bürgermeisters und Senioren-Unions-Vorsitzenden Jürgen Paul. Schon im vergangenen Jahr holte er Akteure und Sponsoren für die Aktion „Wald-Rettungspunkte“ ins Boot. Nach der letzten Besprechung in der Schwerter Feuerwache am Donnerstag ist das Projekt nun weitestgehend in trockenen Tüchern und wartet auf seine Realisierung. In voraussichtlich zwei Wochen kann der offizielle Startschuss erfolgen.

Vorbild RuSIS

Wenn ein Notfall auf dem Ruhrwanderweg in Schwerte passiert, hilft das sogenannte Systems RuSIS (RuhrStandortInformationsSystem). Auf 18 Tafeln, die entlang des Ruhrwanderwegs aufgestellt sind, steht jeweils neben dem Notruf 112 eine vierstellige Zahl, die es den Rettungsdiensten ermöglichen, den Standort exakt zu bestimmen. Über den Notruf 112 der Feuerwehr können Betroffene beziehungsweise Hilfeleistende selbst schnell Hilfe anfordern, indem sie die Standortnummer des Schildes nennen.

Standortbestimmung

Von dieser Idee ausgehend – und dem Beispiele etlicher Kommunen folgend – sollen nun Sitzbänke in naturnahen Bereichen des Stadtgebiets mit Notfallschildern versehen sowie Hinweisschilder aufgestellt werden. Denn dort gibt es vor allem für Nicht-Schwerter kaum Anhaltspunkte zum Standort. Demzufolge werden die Schilder an Bänken und größere Hinweistafeln – jeweils 16 an der Zahl – mit einer Codenummer versehen. Wird diese per Handy durchgegeben, weiß der Rettungsdienst sofort, welchen Weg er nehmen muss. Für die Beschilderung der Bänke sorgen die SGV-Sektionen Schwerte und Dortmund-Holzen, das Aufstellen der Hinweisschilder übernimmt die Jungfeuerwehr. Die Kosten für die Produktion tragen lokale Sponsoren.

Leben retten

„Jedes Notfallschild ist ein Plus für mehr Sicherheit und kann Leben retten!“, betont Jürgen Paul, der zudem plant, auch eine (Wander-)Karte mit Notfallpunkten herausgeben zu lassen.