Rohrmeisterei gibt jungen Geflüchteten eine Chance

Schwerte. (NO) Sie kommen aus dem Iran, aus Pakistan, Ghana, Guinea und dem Irak. Den sieben jungen Geflüchteten wird eine „hinreichende Bleibeperspektive“ prognostiziert. Nun können sie im Rahmen eines Qualifizierungs- und Ausbildungsprojekts tätig werden, das gemeinsam von der Rohrmeisterei, der Agentur für Arbeit und dem Arbeitskreis Asyl entwickelt wurde. Bürgermeister Heinrich Böckelühr, der Vorsitzende des Kuratoriums der Bürgerstiftung Rohrmeisterei, Philipp Halbach, sowie Vertreter der Projektpartner stellten die Maßnahme jetzt am Ort des Geschehens vor.

Zuerst Oualifizierung

Zunächst werden die jungen Geflüchteten, wovon einige bereits ein Studium absolviert bzw. Berufserfahrung haben, für ein halbes Jahr eine Einstiegsqualifizierung in der Rohrmeisterei durchlaufen. „Der Einstieg dürfte in unserem ohnehin multinationalen Team kein Problem sein“, so Tobias Bäcker optimistisch. Sind die Bereiche Küche, Service und Veranstaltungstechnik durchlaufen, wird man in einem halben Jahr sehen, wofür sich die jungen Leute besonders eignen. Dann kann am 1. August die eigentliche Ausbildung beginnen.

Ein mutiger Schritt

„Die große Politik überschlägt sich mit Vorschlägen, doch die Last und die Verantwortung tragen die Kommunen. Wir müssen Arbeitsplätze schaffen. Die Rohrmeisterei geht hier mutig voran“, sagte Bürgermeister Böckelühr. Gregor Podeschwa von der Agentur für Arbeit: „Wir freuen uns, dass das Projekt so schnell an den Start gehen konnte. Es wird für beide Seiten vielversprechend.“ Hans-Bernd Marks vom Arbeitskreis Asyl wünscht sich, dass andere Unternehmen ein Beispiel an der Rohrmeisterei nehmen.

Modellfunktion

Philipp Halbach sieht im Qualifizierung- und Ausbildungsprojekt eine „Mutprobe, die Modellfunktion haben sollte. Es ist nicht leicht, motivierte neue Mitarbeiter zu finden. Daher kann die Maßnahme eine Win-Win-Situation sein. Gut für die Rohrmeisterei, eine gute Chance für die Flüchtlinge!“