Rollentausch brachte ganz neue Erfahrungen

Neue Erfahrungen machen im Amt des anderen: Stefan Schreiber (l.) und Heinrich Böckelühr tauschten auch die Schlüssel ihrer Dienstfahrzeuge aus. (Foto: Stadt Schwerte)

Neue Erfahrungen machen im Amt des anderen: Stefan Schreiber (l.) und Heinrich Böckelühr tauschten auch die Schlüssel ihrer Dienstfahrzeuge aus. (Foto: Stadt Schwerte)

Schwerte. Heinrich Böckelühr, Bürgermeister der Stadt Schwerte, und Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, tauschten kürzlich für einen Tag ihre Rollen. Es ging darum, Abläufe des Gegenübers kennenzulernen und mehr Verständnis und Respekt für deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen.
Heinrich Böckelühr stieg in Dortmund mit der Geschäftsführer-Besprechung in sein IHK-Tagesprogramm ein. Anschließend unterhielt er sich mit Dirk Rutenhofer, Vorsitzender des Dortmunder Cityrings sowie geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Weckbacher, das laut IHK exemplarisch für „innovative Produkte und besondere Ausbildungsleistungen“ steht.
In Gesprächen mit Jutta Reiter, der Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Dortmund-Hellweg, und mit Pascal Ledune, dem Bereichsleiter „Invest“ der Wirtschaftsförderung Dortmund, erfuhr Heinrich Böckelühr viel über die Ausbildungssituation und die Zukunftschancen der Wirtschaft in der Region.
Stefan Schreiber leitete zunächst als “Bürgermeister“ der Stadt Schwerte die Sitzung des Verwaltungsvorstandes. Anschließend gratulierte er einem Schwerter Bürger zum 80. Geburtstag. Einen ernsteren, aber erfreulichen Hintergrund hatten die Besuche des Bürger- und Kulturzentrums Rohrmeisterei und der Sparkasse Schwerte. Beide sind Arbeitgeber von Flüchtlingen und stellten ihre Integrationsleistungen vor. Im Laufe des Tages besuchte Stefan Schreiber noch den städtischen Baubetriebshof, die Feuerwehr und das DRK Schwerte.
Gelernt beim Ämtertausch
Sowohl Heinrich Böckelühr als auch Stefan Schreiber zeigten sich angetan vom Tauschtag. Der Bürgermeister kommentierte: „Ich habe viel über die Abläufe innerhalb der IHK gelernt, aber auch über die Zusammenarbeit mit den Unternehmen. Dabei habe ich auch den Stellenwert Schwertes für die Region betont.“
Und Stefan Schreiber sagte: „Ein Bürgermeister hat ein sehr vielfältiges Aufgabengebiet, wie ich eindrucksvoll festgestellt habe. Ich habe Respekt vor Heinrich Böckelührs Arbeit und die seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und ich werde einige gewonnene Erkenntnisse anwenden und in meine Arbeit einbinden.“