„Rudimentär und roh“ – das sagt Stefan Bauer zu seinem neuen Soloprojekt

Unter dem Namen „The Panic Postman“ hat Stefan Bauer jetzt sein viertes Soloprojekt realisiert. „Small Revolutions“ heißt die Sammlung neuer, diesmal überraschend harter Songs – eine Rückbesinnung zu den Wurzeln im Rock’n’Roll. Das Foto entstand übrigens in den Schwerter Ruhrwiesen. (Foto: Michael Golab)

Schwerte. (NO) Wie der Rock’n’Roll im Keller angefangen hat, darf er jetzt wieder klingen. Mit seinem neuen und nunmehr vierten Soloprojekt, diesmal unter dem Namen „The Panic Postman“, lässt es Stefan Bauer krachen. „Small Revolutions“ heißt der Release – der Name ist Programm. Der Wochenkurier traf jetzt den Schwerter Musiker zum Interview.

Wochenkurier: Erst im April ist deine dritte Solo-CD „Nachtmusik“ erschienen. Da dominierten eher melancholisch-sanfte Klänge. Was ist jetzt anders?Stefan Bauer: „The Panic Postman“ ist viel agressiver und härter als die Vorgänger.
Wochenkurier: Warum ist dein Name nicht auf den ersten Blick mit dem neuen Projekt verknüpft?
Stefan Bauer: Weil mit dem Stefan-Bauer-Konzept eher ein anderer, doch eher poetischer Sound erwartet wird. Davon wollte ich diesmal etwas abrücken.
Wochenkurier: Ein echter Richtungswechsel?
Stefan Bauer: Nein, das nicht, aber härtere Songs habe ich zwischendurch immer mal geschrieben und die mussten jetzt mal raus. Und zwar in einer ganz eigenen Produktion. Man hört aber wohl trotzdem, dass es von mir ist.
Wochenkurier: Wo und wie erscheint dein neues Soloprojekt?
Stefan Bauer: Rein digital und ohne physische Tonträger bei „Retter Des Rock Records“ und als Stream und zum Downloaden bei Spotity, iTunes, Amazon und weiteren Anbietern.
Wochenkurier: Bitte beschreibe doch mal den Sound von „The Panic Postman“.
Stefan Bauer: Ich spiele Bariton-E-Gitarre, die ist besonders tief und effektvoll und hat einen eigenen Basseffekt. Begleitet werde ich nur von einem ziemlich krachenden Schlagzeug. Also nur zwei Leute. Das Ganze ist eher rudimentär und roh. Und die Texte sind auf Englisch. Als Co-Produzent konnte mich wieder auf Dennis Koehne verlassen.
Wochenkurier: Gibt es Vorbilder oder Bands, die ähnlich klingen?
Stefan Bauer: Am nächsten kommen wohl „White Stripes“ oder „Black Keys“.
Wochenkurier: Hattest du mit dem Titel deines neuen Soloprojekts „The Panic Postman“ etwas Besonderes im Sinn?
Stefan Bauer: Er ist eine kleine Anspielung auf die alte Band „Manic Mailman“. Das das ist eigentlich schon Schwerter Musikgeschichte…
Wochenkurier: Wann wirst du mit deinen „Small Revolutions“-Songs auftreten?
Stefan Bauer: Konzerte und Shows sind erst für das nächste Jahr geplant.
Wochenkurier: Wird man dich vor Jahreswechsel nochmal in Schwerte in Aktion erleben können?
Stefan Bauer: Ja, am 2. November in der Rohrmeisterei. Dann mit zwei Gästen und wieder unter dem Stefan-Bauer-Konzept mit „Liedern der Nacht“.
Wochenkurier: Dann weiterhin viel Erfolg und herzlichen Dank für das Interview!