„Schatz hinter dem Schatz“

Schwerte. (NO) Jetzt ist es amtlich: Bei einem weiteren Besuch führender Denkmalschutz-Experten in St. Viktor am vergangenen Donnerstag wurde der außerordentliche Stellenwert des gotischen Ostfensters aus dem 15. Jahrhundert schräg hinter dem Antwerpener Schnitzaltar bestätigt. Schon der Altar ist ein in jeder Hinsicht ganz besonders wertvolles Kunstwerk, dem das historische Glasfenster in nichts nachstehen soll. Dieses zähle, so wisse man jetzt, sagte Bürgermeister Böckelühr, zu den „Top 5 wertvoller, alter Kirchenfenster in ganz NRW“, von der Bedeutung her gleichrangig mit dem berühmten „Hasenfenster“ im Paderborner Dom.

Das nunmehr so hoch geschätzte Ostfenster von St. Viktor wird „Wurzel-Jesse-Fenster“ genannt und zeigt Motive einer knospende Pflanze, in die auch der heilige St. Viktor verwoben ist. Gleichwohl ist das wertvolle Stück in einem sehr schlechten Zustand und wirkt auf den ersten Blick eher wie ein Flickenteppich. „Wir werden alles tun, um diesen Schatz zu erhalten“, versprach der Bürgermeister. Für die Renovierung und Konservierung seien voraussichtlich mehrere 100.000 Euro erforderlich.

Damit Interessierte den „Schatz hinter dem Schatz“ in Augenschein nehmen können, sollen längerfristig spezielle Führungen in St. Viktor durchgeführt werden.