Schwerte auf dem Weg zur „Bürgerkommune“

Mitmachen, mitbestimmen, mitgestalten: Die Schwerter „Netzwerker“ wollen das auf vielen Ebenen wirksame freiwillige Engagement verflechten und so die „Bürgerkommune“ auf den Weg bringen. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (NO) Bürgerschaftliches Engagement wird in Schwerte groß geschrieben. Freiwillig und ohne finanzielles Interesse nehmen viele Bürger Probleme und Aufgaben selbst in die Hand. Sie verlassen die Zuschauerplätze und mischen sich ein.

Jetzt sollen die auf vielen Ebenen wirksamen Aktivitäten zu einem Netzwerk verflochten werden – unter dem Motto „Mitmachen, mitbestimmen, mitgestalten – Vom Bürgerengagement zur Bürgerkommune.“ Den Anstoß dazu gab Anke Skupin vom lokalen Bündnis für Familien.

Die Idee

„Auslöser der Idee war zum einen die Prognose, wonach wir immer älter und immer weniger werden, sowie eine Diskussion, die von den Seniorentrainerinnen und –trainern angestoßen wurde: Wie können die Initiativen voneinander profitieren und wie kann vermieden werden, dass Projekte aneinander vorbei laufen? Deshalb wurde bereits seit dem Frühjahr ein breit angelegter Prozess zur Vernetzung des Bürgerengagements vorbereitet“, so Anke Skupin.

Beteiligte

Beteiligte an der Vorbereitung des Bürger-Netzwerks sind Arno Weißgerber und Horst Thiemann als Seniorentrainer, Tobias Bäcker von der Bürgerstiftung Rohrmeisterei, Andrea Schmeißer vom Grete-Meißner-Zentrum, Heiner Kockelke, Stadtsportbund, Christel Gerber, Freiwilligenbörse, Jochen Born, VHS, natürlich Anke Skupin als zuständige Verwaltungsmitarbeiterin für das Thema demografischer Wandel sowie die Initiative „ZWAR“ (Zwischen Arbeit und Ruhrstand), die sich in Schwerte gerade etabliert. Experten von außen sind Christine Sendes, Städtenetzwerk NRW, und Bürgerprojekt-Fachmann Arnd Pricibilla.

Auftakt

Der offizielle Auftakt der Netzwerkbildung in Schwerte findet am Donnerstag, 27. Januar, von 16 bis 19 Uhr in der Rohrmeisterei statt. Im Rahmen der Veranstaltung findet ein Vortrag über bereits existierende Bürger-Netzwerke in anderen Städten sowie eine Podiumsdiskussion statt. Die Begrüßung der Gäste übernehmen Bürgermeister Heinrich Böckelühr und Tobias Bäcker.

Es geht weiter

„Danach startet der eigentliche Vernetzungsprozess des Schwerter Bürgerengagements. In nachfolgenden Werkstattgesprächen wollen wird den gegenseitigen Nutzen voneinander und für das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellen. Dabei geht es um die Absprache von Aktivitäten, die Gewinnung von Partnern, die gemeinsame Vertretung von Interessen, die Entwicklung von weiteren Zukunftsprojekten, Sponsorenkontakte und, und, und…“, freut sich Anke Skupin über die vielen Aufgaben und Chancen, die das Schwerter Bürgernetzwerk demnächst mit sich bringt.