Schwerte: cineastisches Niemandsland?

Bunt gemischt ist die Schwerter Kinolandschaft. Zwar gibt es kein großes, zentrales Lichtspielhaus, dafür aber mehrere Spielstätten wie hier das Open-Air-Kino im Elsebad. Jedes Jahr erfreuen sich mehrere Tausend Zuschauer am Filmangebot. Jetzt wollen die örtlichen Kinomacher ihr Angebot aufeinander abstimmen und neue Programme entwickeln. Auch an eine spezielle Reihe für Jugendliche wird gedacht. (Foto: Kinoteam Elsebad)

Schwerte. (Red.) Die Ruhrstadt – ein cineastisches Niemandsland? Beschränkt auf die Tatsache, dass es in Schwerte kein großes Multiplex-Kino gibt, sicherlich. Aber mit dem Openair-Kino während der Sommermonate im Elsebad, den Angeboten in der Katholischen Akademie in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Villigst, in der Rohrmeisterei und der St. Monika-Kirchengemeinde in Ergste erfreuen sich jedes Jahr einige Tausend Besucher an den verschiedenen Spielorten an einem reichhaltigen Kino-Angebot auch in der Ruhrstadt.

Treffen der Kinomacher

Auf Einladung von Bürgermeister Heinrich Böckelühr und Anregung des ehemaligen Studienleiters der Katholischen Akademie, Dr. Johannes Horstmann, trafen sich jetzt die ehrenamtlichen Kinomacher im Rathaus, um auszuloten, wie die Zusammenarbeit in der Zukunft intensiviert und verbessert werden könnte.

Ziel ist es, das vorhandene Kinoangebot aufeinander abzustimmen und neue Programmformen zu entwickeln. Dabei ist es den Gesprächsteilnehmern wichtig, die Kinoaktivitäten unter einem gemeinsamen Dach unter Beibehaltung der dezentralen Aufführungsorte zu bündeln.

Umstellung

Vor dem Hintergrund der in den nächsten fünf Jahren anstehenden Umstellung der Filmverleiher auf ausschließlich digitale Technik werden die Filme auf 16-mm und 35-mm-Zelluloid-Rollen ausgedient haben. Darauf werden sich die in Schwerte tätigen ehrenamtlichen Kinobetreiber einstellen müssen. Mit dem Kardinal-Jaeger-Haus der Katholischen Akademie verfügt die Ruhrstadt über den einzigen ständigen Vorführsaal mit den entsprechenden technischen Voraussetzungen.

Junges Publikum

In der Gesprächsrunde im Rathaus waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, in diesem Jahr ein gemeinsames Gesamtkinokonzept für Schwerte zu erarbeiten. Neben der Erhaltung und dem Ausbau der bereits vorhandenen Strukturen und Angebote ist es auch Bürgermeister Heinrich Böckelühr besonders wichtig, die Kinofilmarbeit für die Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen zu erweitern. In Kooperation zwischen Jugendamt und der Katholischen Akademie könnte sich der Bürgermeister vorstellen, eine Veranstaltungsreihe speziell für diese Altersgruppe ab dem kommenden Jahr anzubieten. Hierfür bedürfe es aber noch einer Feinabstimmung mit den verschiedenen Akteuren.