Schwerte: Stadt des fairen Handels

Schwerte. (NO) Die Stadt Schwerte ist seit Donnerstag, 10. April 2014, anerkannte Fairtrade-Stadt. Die entsprechende Urkunde wurde in der Rohrmeisterei feierlich an den Bürgermeister Heinrich Böckelühr überreicht.

Nach der Antragstellung bei Transfair, der Dachorganisation des Fairen Handels, hat die lokale Steuerungsgruppe, die die Aktivitäten vor Ort koordiniert, nachgewiesen, dass die Stadt die vorgegebenen Kriterien erfüllt. Demnach werden in zehn Geschäften und fünf Gastronomiebetrieben fair gehandelte Artikel verkauft bzw. ausgeschenkt. Und im Rathaus bleiben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ebensolchem Kaffee in Schwung.

Bessere Lebensverhältnisse

Der Faire Handel zahlt den Produzenten aus den ärmeren Ländern der Südhalbkugel bessere Löhne – im Gegensatz zu den Dumpingpreisen, zu denen die Händler der reichen Länder diese Waren erwerben. Der Faire Handel achtet möglichst darauf, dass es sich um Kleinbauern handelt, die sich in Genossenschaften zusammenschließen, und unterstützt die Dorfgemeinschaften, damit Gesundheitsstationen, Schulen etc. unterhalten werden können.

Um die Arbeiter bei ihren Tätigkeiten vor giftigen Pflanzenschutzmitteln zu schützen, sind nahezu alle fairen Produkte mittlerweile auch „bio“. Darüber hinaus ist jede Kinderarbeit, die den Schulbesuch ausschließt, verboten.

Kleiner Beitrag

Der Faire Handel ist ein kleiner Beitrag zu einer gerechteren Welt, mehr nicht. Er löst die globalen Gerechtigkeitsprobleme nicht – aber er macht sie kenntlich und zeigt Wege, wie sie gelöst werden könnten.