Schwerte: Verkehrsproblem Kampstraße

Der Durchgangsverkehr durch die enge Kampstraße nervt die Anwohner schon seit Jahren. Ein Bürgerantrag wurde vertagt. Bis September liegt das Problem „auf Eis“. (Foto: privat)

Schwerte. (NO) Die Verkehrsproblematik Kampstraße steht weiter im Raum. Eine Entscheidung zum Bürgerantrag im Beschwerdeausschuss der Stadt Schwerte kam nicht zustande. Erst am 12. September 2012 wird erneut verhandelt.

Lange Geschichte

Hintergrund: Seit nunmehr zehn Jahren nimmt der Durchgangsverkehr in der Kampstraße stetig zu. Der obere Teil ist eine Anliegerstraße und somit für den durchfahrenden Verkehr gesperrt. Über 60 durch den Durchgangsverkehr belastete Anwohner – eine deutliche Mehrheit der Betroffenen des gesamten Straßenzuges – hatten sich durch ihre Unterschrift dafür ausgesprochen, im oberen Teil der Kampstraße (oberhalb der Friedrichstraße) Poller zu setzen, um endlich das bereits seit 2002 bestehende Verbot für den Durchgangsverkehr auch durchzusetzen.

Keine Gespräche

„Nachdem jedoch die vor der Unterschriftensammlung von Herrn Kuhn vom Ordnungsamt in Aussicht gestellten und auch durch die Beschwerdestelle unterstützten Gespräche zwischen Stadtverwaltung, Anwohnern und Polizei nicht zustande kamen, haben wir daraufhin unser Anliegen in den Beschwerdeausschuss gebracht“, erklärt der Mitbetroffene Christoph Olszak.

Verbotene Abkürzung

In einer kürzlich durchgeführten Verkehrszählung durch das Ordnungsamt kam heraus, dass der Verkehr in der Kampstraße aus 83 Prozent Durchgangsverkehr besteht. Etwa 80 Fahrzeuge durchfahren stündlich den oberen Anliegerteil der Kampstraße als Abkürzung und somit verbotenerweise. Dass hier Handlungsbedarf besteht, darüber waren sich die Ausschussmitglieder einig.

Neue Befragung

Eine nochmalige Befragung der Anwohner, ausgedehnt auf alle Nebenstraßen, soll jetzt durch das Ordnungsamt durchgeführt werden. Abzuwarten bleibt nun, ob es in der erneuten Befragung darum geht, wie nach einem Aufstellen von Pollern die Verkehrsführung im unteren Bereich der Kampstraße geändert werden soll, damit auch die Interessen der dortigen Anwohner berücksichtigt werden und nicht neue „Bypässe“ entstehen. Man darf gespannt sein, ob dann am 12. September Lösungswege aufgezeigt werden.