Schwerter Bahnhofsvorplatz-Pläne

Schwerte. (NO) „Das wird ein Bahnhofsvorplatz, der seinen Namen verdient“, sagte Bürgermeister Heinrich Böckelühr am Donnerstag zu den neuen Pläne für den Bahnhofsvorplatz, den er am Donnerstag gemeinsam mit Stadtplaner Adrian Mork im Rathaus vorstellte. „Ich bin froh, dass endlich ein Kompromiss bei der Neugestaltung des Eingangstores unserer Stadt gefunden ist“, so der Bürgermeister.

Barrierefrei

Erstmals wird es vor dem Bahnhof einen echten Platz mit hoher Aufenthaltsqualität geben. „Ganz wichtig war es uns, dass auch der Baumbestand erhalten bleibt. Das ist durch die jetzige Planung gewährleistet“, erläutert Adrian Mork. Zudem wird die Anzahl der P&R-Stellplätze von jetzt 112 auf 142 erhöht. „Wegen der Anlegung eines zentralen Bussteigs werden die Kunden von VKU, BRS und DSW21 künftig auf eine verbesserte Warte- und Einstiegsmöglichkeiten treffen. Alles wird barrierefrei gestaltet“, so Stadtplaner Adrian Mork.

Neue Aufteilung

Sechs Haltestellen sind gegenüber der Beckestraße im unteren Bereich des Bahnhofsvorplatzes geplant, weitere zwei werden an der Bahnhofstraße vor dem Kurzzeitparkplatz rechts vom Bahnhofseingang eingerichtet. Ferner ist beabsichtigt, dass die erst vor kurzem gereinigte historische Gebäudefassade des Bahnhofsgebäudes künftig durch die neue Aufteilung des Areals mehr als bisher zur Geltung kommt. Außerdem wurde kürzlich der Eingangsbereich sowie die Zuwegung von der Bahnhofstraße, in der Fachsprache „Laufkorridor“, neu gepflastert. Dieser fertiggestellte Bereich wird komplett in den neuen Vorplatz integriert, so dass während der zukünftigen Bauarbeiten keine Behinderungen für die fußläufigen Nutzer auftreten.

Start für 2015 geplant

Der eingereichte Förderantrag sieht einen Baubeginn im Jahr 2015 vor. Ebenfalls in 2015 soll auch der Bahnhof selbst mit Aufzügen zu den Gleisen barrierefrei gestaltet werden. „Die Chancen für den Bewilligungsbescheid stehen gut, vor Ort finden die Pläne Zustimmung von allen Seiten“, so Bürgermeister Böckelühr. Läuft alles glatt, könnte sich Anfang 2016 die „Visitenkarte der Stadt“ in neuem Glanz präsentieren.

Kalkuliert ist ein Investitionsvolumen von rund 4 Millionen Euro, von dem voraussichtlich der überwiegende Teil – bis zu 90 Prozent – durch Fördermittel des Öffentlichen Personennahverkehrs finanziert wird.

Über die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes hinaus wird in Zukunft auch das Engagement der Immobilien-Standortgemeinschaft Bahnhofstraße ins Blickfeld rücken. Denn im Rahmen einer Anschlussplanung könnte auch die Aufwertung des weiteren Bahnhofsumfeld bis zur Unterführung in Angriff genommen werden.