Schwerter bleiben auch im Ruhestand aktiv

In dieser Woche fand das letzte Mitgliedertreffen des VHS-Kurses „Im Ruhestand - was nun?“ in diesem Semester statt. 30 neugierige Teilnehmer - die Damen sind eindeutig in der Überzahl - treffen sich regelmäßig und unternehmen unter der Leitung von Irmgar

In dieser Woche fand das letzte Mitgliedertreffen des VHS-Kurses „Im Ruhestand – was nun?“ in diesem Semester statt. 30 neugierige Teilnehmer – die Damen sind eindeutig in der Überzahl – treffen sich regelmäßig und unternehmen unter der Leitung von Irmgar

Schwerte. (NO) „Mach Sachen. Sei bereit. Neugierig. Warte nicht, bis die Inspiration dich anstupst oder dir andere einen Kuss auf die Stirn drücken. Sei aufmerksam. Alles steht und fällt mit deiner Aufmerksamkeit. Sie macht dich lebendig. Sie verbindet dich mit anderen. Sie macht dich wach. Bleib gierig.“ Diese Zeilen der Amerikanerin Susan Sonntag gingen dem letzten Mitgliedertreffen des VHS-Kurses „Im Ruhestand – was nun?“ in diesem Semester voran.
Beginn mit Gedicht
Rund 30 Teilnehmer fanden sich in dieser Woche zum gewohnt opulenten Frühstück beim Kanuverein Schwerte ein. „Jeden zweiten Mittwoch im Semester treffen wir uns hier, und immer wird das gemeinsame Frühstück mit einem Gedicht eingeleitet“, sagt Irmgard Ruder. Die vielseitig aktive Schwerterin hat vor 20 Jahren den Ruhestandskurs der VHS übernommen, als er nur zwölf Mitglieder zählte. Ebenso lange leitet sie „Exkursionen als außerschulische Lernerfahrung“, ein Angebot, das im Rahmen der Ruhestandsaktivitäten ebenfalls als VHS-Kurs angeboten wird.
Kleinode der Heimat entdecken
Irmgard Ruders Gedanke war, „Menschen im nachberuflichen Lebensabschnitt die Möglichkeit zu bieten, das zu tun, was während der Berufstätigkeit oftmals aus Zeitmangel oder Unwissenheit nicht ausgeführt werden konnte: die Kleinode unserer Heimat, unserer Umgebung zu entdecken.“
Sieben Tagesexkursionen werden pro VHS-Semester angeboten. Das können sein Städtetouren sein, interessante Ausstellungen in Industriedenkmälern und Museen, Aufführungen in „Hinterhoftheatern“, Konzertbesuche an außergewöhnlichen Aufführungsorten oder von Betriebsbesichtigungen. Für einige der betagteren Teilnehmer des VHS-Ruhestandskurses sind die regelmäßigen Tagestouren Ersatz für nicht mehr mögliche Urlaubsreisen geworden.
Teilnehmerstimmen
„Die Exkursionen geben neuen Erfahrungen Raum, schaffen Gemeinsamkeit und bieten die Möglichkeit, interessante und interessierte Leute kennenzulernen“, freut sich Irmgard Ruder über den Erfolg ihres VHS-Angebots, das jederzeit auch Neuzugängen offen steht. Uta Althoff beispielsweise ist erst seit einem halben Jahr dabei. „Ich habe eine Bekannte in diesem Kreis, sie hat mir von den Exkursionen erzählt, und das hat mich inspiriert!“
Anne Potthoff hingegen ist – mit Unterbrechungen – schon seit 20 Jahren, also von Anfang an, mit von der Partie. Ihr gefällt vor allem das gut ausgearbeitete Exkursionsprogramm. „Alleine würde man wahrscheinlich gar nicht wissen, was es in unserer Region so alles zu entdecken gibt.“
Auch Michael Stiller gefallen die Tagestouren im Rahmen des Ruhestandskurses. Auch er ist erst von einem halben Jahr dazu gestoßen. „Ich bin neugierig und finde es interessant, neue Aspekte in der Nachbarschaft zu entdecken. Nette Leute, interessante Ziele, das hat mich überzeugt.“ Für die nächste Exkursion hat er einen Besuch in der Forensik in Dortmund-Aplerbeck vorgeschlagen. Mal was anderes.
Glückwünsche
Beim letzten Mitgliedertreffen von Irmgard Ruders VHS-Kurs „Im Ruhestand – was nun?“ beim Kanuverein am Mittwoch konnte auch Geburtstag gefeiert werden: Gisela Rätsel, seit 20 Jahren und damit von Anfang an dabei, wurde 80 Jahre alt. Die Jubilarin freut sich bereits auf die nächsten Exkursionen. Hauptsache aktiv und neugierig bleiben!