Schwerter Flüchtlinge verurteilen Übergriffe

Schwerte-Geisecke. Einigen syrischen Flüchtlingen aus dem Übergangswohnheim in Geisecke, Am Kurzen Morgen 17, ist es ein großes Bedürfnis, stellvertretend für alle Flüchtlinge in Schwerte Stellung zu den Vorfällen in Köln und anderen deutschen Städten in der Silvesternacht zu beziehen. Der Arbeitskreis Asyl hat deshalb die Aufgabe übernommen, der Schwerter Bevölkerung folgendes im Namen der Flüchtlinge vor Ort mitzuteilen:

Die Flüchtlinge verurteilen aufs Schärfste die Übergriffe auf Frauen. Was passiert ist, erfüllt sie mit großer Abscheu und sie möchten den Opfern und deren Familien ihr größtes Mitgefühl ausdrücken. Sie respektieren die Grundrechte aller Menschen ungeachtet ihres Geschlechts, ihrer Nationalität und ihres Glaubens. Sie möchten sich auch auf diesem Wege einmal bei den Helfern, der Stadtverwaltung und jedem einzelnen Schwerter Bürger für die Hilfe bei der Eingewöhnung bedanken.

„Alle Menschen sind uns mit großem Respekt, großer Würde und großem Verständnis für unsere Situation begegnet. Auch unbekannte Menschen auf der Straße kamen uns mit einem Lächeln auf den Lippen entgegen. Es ist unser großer Wunsch, dass wir uns hier in Schwerte integrieren zu können. Und wir möchten alle Hilfe und Unterstützung gerne wieder durch unser Mittun in dieser Gesellschaft zurückgeben.“

Soweit der Wunsch der Flüchtlinge aus Geisecke. Auch aus anderen Unterkünften in Schwerte wurden vielfach die gleichen Empfindungen geäußert. Daher nehmen die Flüchtlinge aus Geisecke stellvertretend für viele andere in Schwerte gegenüber der Öffentlichkeit Stellung.