Schwerter Haushalt: „Licht am Ende des Tunnels“

Stadtkämmerer Peter Schubert und Bürgermeister Heinrich Böckelühr stellten jetzt den Entwurf der Haushaltssatzung für die nächsten beiden Jahre vor. „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels“, so der Bürgermeister. (Foto: Norbert Fendler)
Stadtkämmerer Peter Schubert und Bürgermeister Heinrich Böckelühr stellten jetzt den Entwurf der Haushaltssatzung für die nächsten beiden Jahre vor. „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels“, so der Bürgermeister. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (NO) Gelb ist die Hoffnung – zumindest in Schwerte. Noch vor zwei Jahren prangte der Haushaltsentwurf der Ruhrstadt in Alarm-Rot. Letztes Jahr war er Lila – die Farbe der Einkehr und Buße. Jetzt ist er Gelb. Die aufgehellte Farbgebung verspricht Licht am Ende des Tunnels.

Bürgermeister Heinrich Böckelühr und Stadtkämmerer Peter Schubert stellten jetzt im Rathaus den Entwurf der Haushaltssatzung für die Jahre 2014 und 2015 vor, der anschließend, noch druckfrisch, in die Ratssitzung eingebracht wurde. Die Beschlussfassung erfolgt Ende September. „Bis dahin haben die Ratsmitglieder Zeit, sich durch die Zahlen zu arbeiten“, so Böckelühr – und betont: „Wir sind auf gutem Weg.“ Schon zum 1. Januar könnte der Entwurf rechtskräftig werden.

2016 ausgeglichen

2016 soll die Stadt Schwerte laut Entwurf das erste Mal seit rund 20 Jahren wieder schwarzen Zahlen schreiben. Das geht allerdings nur, wenn weiterhin gespart wird. Das macht freilich keinen Spaß, ist aber wohl „alternativlos“. Immerhin: Für den eisernen Konsolidierungskurs gibt es für Schwerte Streicheleinheiten aus Arnsberg.

Im Einzelnen

Lag das Haushalts-Jahresergebnis nach Berechnungen des Stadtkämmerers 2012 bei Minus rund 7 Millionen Euro, zeigt 2014 – bei Aufwendungen von knapp 105 Millionen Euro und Erträgen von rund 100 Millonen Euro – ein Minus von rund 5 Millionen. 2015 sollen es dann nur noch rund eine Million „Miese“ werden. 2016 könnte der Haushaltsausgleich erreicht und sogar ein Überschuss von knapp zwei Millionen erzielt werden. Eigenkapital hat die Stadt nicht mehr. Die Zahlen bleiben auch auf weitere Jahre deutlich im Minus (2016: -32.679 Millionen Euro).

Bei der Gewerbesteuer ist ein leichter Aufwärtstrend zu verzeichnen – von 20,2 Millionen in 2012 auf 22,9 Millionen in 2015. Die Schlüsselzuweisungen an die Stadt Schwerte bewegen sich von 9,9 Millionen in 2013 auf voraussichtlich 11,1 Millionen in 2015. Die Einkommenssteuer steigt von 20,4 Millionen in 2013 auf 22,8 Millionen Euro in 2015. Die Kreisumlage – Geld, das die Stadt an den Kreis Unna abgeben muss – steigt leider auch – von 25,7 in 2013 auf 26,9 Millionen Euro in 2015. Ärgerlich, weil durch den Abfluss auch Einsparpotentiale verpuffen.

Mehr kosten und stetig etwas steigen wird in Zukunft der Zuschussbedarf für Kinder-, Jugend- und Familienberatung und erzieherische Hilfe. 2013 flossen 7,2 Millionen in diesen Bereich, 2015 sind es 7,8 Millionen.

Ist die Lage alles andere als rosig, scheint doch der Sinkflug gestoppt. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, so Bürgermeister Böckelühr. „Und hoffen auf den Haushaltsausgleich in 2016.“