Schwerter Hilfe reicht bis Nordargentinien

Hand in Hand: Ester Maria Grulke und Ute Giedinghagen bei der offiziellen Eröffnung der „Schwerter Backstube“ im nordargentinischen Garupá. (Foto: privat)

Schwerte/Garupá. (NO) Einbruch, Brandstiftung, Vandalismus: Die „Schwerter Backstube“ in der nordargentinischen Provinz Misiones an der Grenze zu Paraguay hatte keine leichte Geburt. „Doch jetzt wird dort endlich das Brot gebacken, das die Not der armen Bevölkerung vor Ort lindert“, zeigt sich die Initiatorin Ester Maria Grulke vom Hilfsverein Louisa erleichtert.

Offizielle Eröffnung

Als die Wahl-Schwerterin kürzlich wieder in Garupá weilte, konnte sie sich über den Besuch von Ute Giedinghagen, 1. Vorsitzende des Vereins „Schwerte hilft“, und Rüdiger Sokolowski freuen, die ihre Südamerikareise zum Anlass nahmen, einen Abstecher nach Misiónes zu unternehmen. Gemeinsam eröffneten sie ganz offiziell unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die „Schwerter Backstube“. „Ohne die Unterstützung von ,Schwerte hilft’ wäre das sicherlich nicht möglich gewesen“, erklärt Ester Maria Grulke dankbar.

Unermüdlich aktiv

Schon seit 2002 bemüht sich die Schwerter Hilfsorganisation Louisa, den Menschen im Armenviertel von Garupá, unweit der Provinzhauptstadt Posádas gelegen, zu helfen. Mehrfach hat auch der wochenkurier über die zahlreichen Basare, Kulturveranstaltungen und Sammelaktionen von Louisa in Schwerte berichtet, mit denen die Grundversorgung der Kinder in Garupá sichergestellt werden konnte. Durch Spenden und den Einsatz vor Ort konnte beispielsweise eine „Tafel“ eingerichtet werden, an der vor allem Kinder regelmäßige Mahlzeiten erhalten.

Projekt „Bäckerei“

Das Gebäude samt Ausstattung - hier eine Kinderschar vor einer Teigknetemaschine - wurde durch Spenden finanziert. (Foto: privat)

„Es fehlte uns jedoch an Geld, Brot in großen Mengen zu kaufen“, so Ester Maria Grulke rückblickend. Und so kam das Bäckerei-Projekt ins Rollen. Das ließ sich anfangs auch gut an. Bereits im vergangenen Sommer standen die Außenwände. Doch dann kamen die ersten Rückschläge.

Rückschläge

Immer wieder wurden die Baumaßnahmen unterbrochen, weil Werkzeug abhanden kam. Nicht nur einmal drangen Diebe in die Baustelle ein, es kam zu Vandalismus und Brandstiftung. Für Ester Maria Grulke eine harte Prüfung. Aufgeben mochte sie indes nicht. Zur Sicherung der Baustelle musste zuerst ein unbestechlicher Hausmeister her – nur eine von vielen Hürden, die es zu nehmen galt.

Am Ziel

Im Januar konnte die „Schwerter Backstube“ schließlich in Betrieb gehen. Jetzt, nach der offiziellen Eröffnung durch „Schwerte hilft“ bleibt zu hoffen, dass die Einrichtung von Übergriffen verschont bleibt und ihr Ziel, Bedürftige mit Brot zu versorgen, erreichen kann. „Noch ist das Brot kostenlos, später jedoch werden wir dafür einen kleinen Betrag verlangen“, stellt Ester Maria Grulke klar. Und weist darauf hin, dass demnächst eine Infoveranstaltung über die Arbeite des Vereins Louisa mit Ute Giedinghagen in der VHS am Markt stattfinden wird. Über den genauen Termin informiert der wochenkurier in Kürze.