Schwerter Klau-Mädchen ist nicht beizukommmen

Schwerte. (NO) Wieder ein dreister Raub am Geldautomaten. Eine Meldung, die so oder ähnlich immer wieder erscheint. Bereits mehrfach hat auch der wochenkurier Polizeimeldungen über Klau-Mädchen an Geldautomaten veröffentlicht. Und immer wieder gehen die Täterinnen straflos aus. Und begehen neue Straftaten.

Altbekannte Masche

Am 26. Juli schickte uns die Kreispolizeibehörde Unna folgende Mitteilung: „Gestern Mittag, am 27. Juni 2014, wurde eine 66-jährige Schwerterin gegen 13.10 Uhr Opfer eines versuchten Raubes in einer Bank in der Rathausstraße. Die Frau wollte Geld vom Automaten abheben und hatte gerade ihre PIN eingetippt, als sie von zwei 13-jährigen Mädchen angegriffen und zur Seite geschubst wurde. Während sich die Frau gegen eines der Mädchen wehrte, hob das andere Mädchen 500 Euro ab. Anschließend flüchteten beide Mädchen aus der Bank.“

Festgehalten

Weiter heißt es in der Pressemitteilung der Polizei: „Durch den Tumult aufmerksam geworden eilte ein couragierter Bankangestellter herbei und bekam die Räuberinnen unmittelbar vor der Bank zu fassen und zog sie wieder zurück. Mithilfe eines weiteren Bankangestellten konnten die Täterinnen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden.“

Die 66-jährige Schwerterin wurde bei dem Angriff leicht verletzt, hieß es in der Polizeimeldung. Bereits am 15. Februar wurde eine 42-Jährige bei einem ganz ähnlichen Fall von jungen Mädchen an einem Geldautomaten an der Kuhstraße beraubt. Dieser Fall hatte für die Westhofenerin allerdings schwerwiegendere Folgen – nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Auch in diesem Fall ging die Polizei davon aus, dass Minderjährige südosteuropäischer Herkunft zielgerichtet angelernt werden, um Straftaten wie die geschilderte zu begehen. Überregional organisierte Banden spielen das „Spielchen“ so lange, bis die Kinder strafmündig werden. Vorher gibt es offenbar keinerlei Handhabe gegen die Klau-Kids.

Wiedererkannt

Doch zurück zum aktuellen Fall. Wie es in der Pressemitteilung der Polizei vom 26. Juli 2014 hieß, erkannten die Polizeibeamten eines der Mädchen des Raubs in einer Bank an der Rathausstraße sofort wieder – sie war erst in der Vorwoche wegen einer gleichartigen Tat gestellt worden. „In der Kleidung eines Mädchen versteckt konnten die 500 Euro Beute aufgefunden werden. Das Geld wurde der 66-jährigen von der Polizei wieder zurück gegeben.“ Wie üblich …

Abschließend vermeldete die Polizeikreisbehörde Unna: „Beide Mädchen sind der Polizei wegen derartiger Delikte umfangreich bekannt. Wie üblich wurden sie, mangels Erreichbarkeit von Erziehungsberechtigten, über das Jugendamt in eine Jugendschutzstelle gebracht. Wie üblich flüchteten sie von dort sofort.“ Wie üblich …