Schwerter Parteien befürworten Sekundarschule

Schwerte. (MT) Es besteht zwar noch keine rechtliche Grundlage für diesen Schritt, aber die Auflösung der beiden Realschulen und der Eintracht-Hauptschule zugunsten einer Sekundarschule wird von SPD, Grünen, WfS und Linken befürwortet. Letztendlich muss der Rat über die Zukunft der Schulen entscheiden. Auch die CDU hat sich nach einer gewissen Bedenkzeit für das neue Schulmodell ausgesprochen.

Für eine „teilintegrierte“ Sekundarschule („kleine Gesamtschule“) im Schulzentrum Nordwest haben sich die Parteien in Schwerte ausgesprochen. Allerdings muss der Rat über einen Auflösungsbeschluss für die beiden Realschulen und die Hauptschule entscheiden. (Foto: Marie Tillmann)

Marco Kordt, CDU-Fraktionsvorsitzender im Schwerter Rat, erklärt:“Das teilintegrierte Schulmodell beinhaltet im Unterschied zu kooperativen Sekundarschule mehr Möglichkeiten und räumt den Schülern damit auch mehr Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten ein.“ Der dramatische Rückgang der Schülerzahlen gebe leider den Erhalt einer Realschule in Schwerte, wie es die CDU-Fraktion wollte, nicht mehr her.

Zudem sieht die Stadt Handlungsbedarf angesichts des Einbruchs der Anmeldezahlen für die Hauptschule und die zurückgehenden Schülerzahlen sowie dem finanziellen Druck aus dem riesigen Schuldenberg.

Abschluss geht noch

Mit der Gründung der Sekundarschule würden die Schulen nicht sofort verschwinden, alle Real- und Hauptschüler könnten trotzdem ihren Abschluss machen. Klar ist noch nicht, ob die Sekundarschule – wenn der Rat denn zustimmt – im Schuljahr 2013/2014 oder 2014/2015 kommen soll. Als Standort für die Sekundarschule soll das Schulzentrum Nordwest (Realschule am Bohlgarten und Eintrachtschule) herhalten, denn das Gebäude ist siebenzügig ausgelegt und bietet genügend Platz.

Für den neuen Schultyp müssen Lehrkräfte gesucht und Stellen umbesetzt werden, das bedeutet einen erheblichen organisatorischen Aufwand. Deshalb spricht sich die CDU-Fraktion für die Einführung der Sekundarschule im Schuljahr 2014/2015 aus. Außerdem böte dies den Vorteil, Erfahrungen anderer Kommunen zu sammeln, die sich für einen früheren Beginn entschieden haben.