Schwerter Stiftung besiegelt Gründung

Schwerte. (NO) Mit ihren Unterschriften vor dem Notar besiegelten am Mittwoch, 11. März 2015, zahlreiche Zustifter die Gründung der neuen Bürgerstiftung St. Viktor, die etliche Projekte in der alten – und neuen – Schwerter Mitte stemmen will.  Insgesamt 17 Schwerter Spender – Privatpersonen, Vereine und Unternehmen –  steuerten finanzielle Unterstützung bei. Durch dieses große Bürger-Engagement kann das notwendige Gründungskapital von 50.000 Euro mit einer inzwischen erreichten Gesamtsumme von 96.000 Euro in nahezu doppelter Höhe vorgelegt werden.

Große Unterstützung

„Dass unser Projekt des bürgerschaftlichen Engagements schon in den Anfängen auf so überwältigende Zustimmung und Unterstützung stößt, freut uns ganz besonders“, hob Tobias Bäcker in seinen Dankesworten an die Zustifter hervor. Bäcker, Vertreter der Bürgerstiftung Rohrmeisterei, bildet gemeinsam mit Joseph Bender, Vertreter des bürgerschaftlichen Engagements und Vorsitzender des Förderverein Ruhrtalmuseum, Ulrich Halbach, Ev. Kirchengemeinde St. Viktor, und Jochen Born, vorläufiger Vertreter des Kultur- und Weiterbildungsbetriebs KuWeBe, den vierköpfigen Vorstand der Bürgerstiftung.

Vorstandswahl

Nächster Schritt für die Stiftungsmitglieder ist nun die Wahl des den Vorstand überwachenden und beratenden Kuratoriums. Dieses setzt sich laut Satzung ebenfalls aus Vertretern von Kirche, KuWeBe, Bürgerstiftung Rohrmeisterei, dem hauptamtlichen Bürgermeister sowie engagierten Bürgern zusammen.

Basis gelegt

Damit ist die Basis gelegt für die bürgerschaftlich gelenkte Betreibung des Ensembles am Markt, das St. Viktor, Marktschänke und das Ruhrtal-Museum umfasst. Die gemeinnützige Bürgerstiftung hat sich die Förderung des Denkmalschutzes und der bildenden Kunst, Heimatpflege, kirchliche Begleitung in unterschiedlichen Lebenssituationen, Integration und die Bildung und Weiterbildung von Erwachsenen und Jugendlichen auf die Fahne geschrieben. Diese Ziele sollen neben zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten unter anderem auch durch die Umgestaltung des Ruhrtal-Museums als außerschulischer Lernort unter dem Thema „Wasser“ gefördert werden.

Grünes Licht signalisiert

Der Vorstand der Stiftung teilte erfreut mit, dass nach der Unterzeichnung der Satzung auch von der Stiftungsaufsicht bei der Bezirksregierung Arnsberg bereits grünes Licht für die Anerkennung der Bürgerstiftung signalisiert wurde. Nach jahrelanger Vorbereitung kann die Bürgerstiftung samt Vorstand dann rechtlich ausgestattet mit entsprechender Befugnis konkret ihre Arbeit aufnehmen und hat somit wieder ein großes Stück des Wegs zum Ziel hinter sich gelassen.

Ehrgeizige Ziele

Der Umbau des Ruhrtal-Museums im Alten Rathaus, des Gemeindehauses und der Marktschänke soll 2017 abgeschlossen werden. Rund 1,2 Millionen Euro sollen in das Projekt investiert werden. Die Marktschänke wird künftig die Touristikinformation der Stadt sowie ein Café mit einem Shop beherbergen. Betreiber von Café und Laden wird die Rohrmeisterei. Das neue Ensemble soll als Ort für Tagungen dienen und im historischen Museum möchte die Stadt künftig Trauungen inklusive Catering möglich machen.