Schwertes größte Photovoltaik-Anlage

Gute Laune unter Regenschirmen: Am Einkaufszentrum am Bahnhof wurde jetzt Richtfest gefeiert. Jahrzehnte dauernde Debatten gingen dem Bauprojekt voraus, mit dem sich das Stadtbild maßgeblich verändern wird. Trotz des harten Winters kann der Zeitrahmen im Großen und Ganzen eingehalten werden. So werden Aldi und Edeka fast planmäßig einziehen. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (NO) Dass der Richtspruch mit französischem Rotwein begossen worden sei und nicht mit westfälischem Korn, das wären ja ganz neue Sitten, merkte Bürgermeister Heinrich Böckelühr beim Richtfest am neuen Einkaufszentrum launig an. Hoffentlich habe der niedersächsische Investor das Tröpfchen wenigstens bei Rewe Hannig gekauft. Das Geschäft verfügt ja nicht nur über ein gut sortiertes Wein- und Warenangebot, sondern ist einer der Hauptmieter des Komplexes, der zur Zeit an der Beckestraße hochgezogen wird.

Zeitrahmen gilt

Jahrzehnte lange Debatten gingen dem Bauprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Wilhelmshütte voraus. Die letzte Erbin des Geländes verkaufte das 11.000 Quadratmeter große Grundstück 2004 an die Hanseatische Grundbesitz- und Vermögensgesellschaft HGV aus Stade, die weitere 1500 Quadratmeter von der Stadt Schwerte erwarb. „Nach dem harten Winter sind wir froh, den Zeitrahmen nahezu planmäßig einhalten zu können“, zeigt sich HGV-Geschäftsführer Peter Herlitschke bei seiner Ansprache zum Richtfest am Donnerstag zuversichtlich. Mit Verzögerungen von zwei, drei Wochen läge man noch gut im Plan.

Einzug

Voraussichtlich schon Ende April könne Aldi seine 900 Quadratmeter Verkaufsfläche beziehen, bis zu den Sommerferien soll dann Rewe Hannig von der Wilhelmstraße an den neuen Standort umziehen und dort sein Sortiment auf 2800 Quadratmetern ausbreiten. Neben den beiden Geschäften wird ein türkischer und ein thailändischer Gastronomiebetrieb einziehen, mit einer Apotheke steht der Investor HGV noch in Verhandlung. Das Gesamtvolumen des Bauprojekts liegt bei 13 Millionen Euro, 45 Arbeitsplätze sind mit dem neuen Standort verbunden.

Sonne und Parkplätze

Auf dem Dach des Komplexes wird Schwertes größte Photovoltaikanlage gebaut, angesichts der aktuellen Atomdiskussion sicher ein richtungsweisender Schritt, so HGV-Geschäftsführer Peter Herlitschke. Zudem entstehen über 300 neue Parkplätze, rund 155 für die Kunden. Weitere 150 Park-and-Ride-Plätze sind entlang der ehemaligen Ladestraße vorgesehen. Der gesamte Bereich soll neu gestaltet werden. Ein ferner Traum? Bürgermeister Böckelühr gab zumindest der Hoffnung Ausdruck, den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) alsbald zu realisieren.