Schwertes kleinste Demo

Schwerte. (NO) Sie wollen Gesicht zeigen und sich nicht ihre Meinung verbieten lassen: Brigitte und Hans-Otto Dinse standen bereits den zweiten Mittwoch in der Fußgängerzone, um gegen die Merkelsche Flüchtlingspolitik zu protestieren. Damit hat das Ehepaar Schwertes wohl kleinste Demo auf die Beine gestellt. „Das machen wir als Privatleute, hinter unserem Protest steht keine Partei“, betont Hans-Otto Dinse, ehemals Meister bei Hoesch und nun, wie seine Frau, in Rente.

„Als Rentner haben wir Zeit zu protestieren und müssen auch keine beruflichen Nachteile befürchten“, so Dinse. „Wir wollen nicht widerstandslos hinnehmen, was von oben beschlossen wird. Das ist für uns eine Gewissensfrage“, ergänzt Brigitte Dinse. So stehen sie nun mittwochs zu zweit in der Schwerter City.

Wie reagiert die Bevölkerung? „So um 80 Prozent herum positiv“, sagt Hans-Otto Dinse. „Natürlich gibt es auch einige Störer, die uns in die Nazi-Ecke stellen wollen, aber wir haben ja gewusst, worauf wir uns eingelassen haben.“ Wie lange soll Schwertes kleinste Demo noch weitergehen? „Bis Merkel zurücktritt“, sagt Dinse. Und lacht.