Schwertes neue Mitte

Schwerte. (NO) Viele Schwerter haben sich in den vergangenen Monaten für das Projekt im Herzen der Ruhrstadt interessiert und engagiert: Die Entwicklung des Ensembles von Ruhrtalmuseum, Alter Marktschänke, St. Viktor und einem neuen Gemeindehaus, an dem gerade fleißig gebaut wird. Eingebettet sind diese Maßnahmen in das 30 Millionen Euro schwere „Integrierte Handlungskonzept Innenstadt“.

Ein Erlebnisort

Ziel der ehrgeizigen Maßnahme, die freilich ohne Investoren und NRW-Fördergelder nicht gestemmt werden könnte: Schwertes neue Mitte als Erlebnisort zu gestalten für bürgerschaftliches Wirken, Wissenvermittlung, Kunst, Vereinskultur, Tourismus und stadtkirchliches Leben.

Die Umsetzung läuft

Bereits mehrfach hat der wochenkurier Artikel über Schwertes neue Mitte veröffentlicht, weshalb an diese Stelle das gesamte Projekt nicht nochmals umrissen werden soll. Interessierten sollte jedoch nicht vorenthalten werden, dass in den letzten Monaten zahlreiche Gespräche in verschiedenen Kreisen zu Finanzierung und Förderung dieses Vorhabens stattgefunden haben. Der konkreten Umsetzung steht – nicht zuletzt auch wegen Einvernehmens mit dem Bauministerium NRW – nun nichts mehr im Wege. Bei einer Infoveranstaltung für alle an der Umsetzung beteiligten Gruppen in dieser Woche sagte Bürgermeister Heinrich Böckelühr: „Der Zug hat Fahrt aufgenommen.“

Puzzleteile zusammenfügen

Die Projektleitung und -koordination liegt fortan in den Händen von Tobias Bäcker (Stiftung Rohrmeisterei) und Klaus Kilian (Kultur- und Weiterbildungsbetrieb, Verwaltungsrat). „Jetzt müssen die vielen Puzzleteile des Projekts zusammengefügt werden“, so Bäcker.

Die Bausteine, aus der die neue Mitte entstehen soll, sind im Wesentlichen Bürgerschaftliches Engagement, Bauplanung und -ausführung, Gremienbeschlüsse von Verwaltungsrat, Rohrmeisterei und Presbyterium sowie die Projektförderung durch Städtebauförderungsmittel NRW, den Landschaftsverband Westfalen-Lippe und die NRW-Stiftung. Dies alles unter einen Hut zu bekommen, bedarf es der Unterstützung der Projektleitung durch einen Lenkungskreises mit Mitgliedern aus KuWeBe, Bürgerstiftung Rohrmeisterei, Ev. Kirche, Sparkasse, Stadt Schwerte, Bezirksregierung, LWL, Architekt und Vertretern des Bürgerschaftlichen Engagements.

Bestandssicherung

„Das Projekt ist ein Segen auch für die alten Bauwerke wie Ruhrtalmuseum und Calvinhaus“, freut sich Klaus Kilian, „denn so wird deren Bestand garantiert.“

Das Gesamtkonzept soll mit allen Akteuren im August formuliert werden. Die Fertigstellung der Projektunterlagen inklusive Förderanträgen soll bis Ende Oktober erfolgen, ebenso die Gründung einer Stiftung „Neue Mitte Schwerte“. Das neue Gemeindehaus an St. Viktor wird voraussichtlich im März 2015 fertig gestellt. Das Gesamtensemble könnte möglicherweise im Laufe des Jahres 2016 stehen. Doch darauf wollen sich die Akteure heute noch nicht festlegen.