Sektumtrunk unter den Bäumen am Hellpoth

Mit dem Ergebnis der beiden Gutachten zum Zustand der Bäume an der Hellpothstraße zeigten sich die Grünen zufrieden

Mit dem Ergebnis der beiden Gutachten zum Zustand der Bäume an der Hellpothstraße zeigten sich die Grünen zufrieden, dankten den Anwohnern für ihre Aufmerksamkeit und luden am vergangenen Sonntag zu einem Sektumtrunk unter dem grünen Blätterdach ein. Auch

Schwerte. (Red.) Das von den Grünen in Auftrag gegebene Gutachten von Andreas Guhl (Forstwirt, LWK-zertifizierter Baumkontrolleur, Gärtnermeister aus Essen) zu den von der Fällung bedrohten Bäumen am Hellpoth wurde kürzlich mit allen Aussagen des städtischen Gutachtens abgeglichen und hat in allen Punkten zu wesentlichen Übereinstimmungen geführt.

„Das ist ein sehr erfreuliches Gesamtergebnis“, zeigen sich die Grünen mehr als zufrieden. „Wir haben nun Gewissheit, dass unsere Bedenken richtig waren; das hat sich von zwei verschiedenen Seiten bestätigt, geprüft von ausgewiesenen Fachleuten“, so Grünen-Sprecherin Andrea Hosang.
Wachsam bleiben
„Wir sind sehr froh, dass wir mit unserem ergänzenden Gutachten weitestgehend gleiche Bewertungen vorgefunden haben, die uns auf dem Weg bestätigen, die angeordnete Hau-Ruck-Fällung des Bauhofes schnellstmöglich hinterfragt zu haben. Auch im Hinblick auf spätere Fällungen sollten wir wachsam sein“, erklärte Bruno Heinz-Fischer, grüner Ratsherr. Der Bauhof werde seine Verfahrensanweisungen dringend überarbeiten müssen.
Dank an Anlieger
Der Dank der Grünen geht an die aufmerksamen Anlieger am Hellpoth, die zusammen mit dem Bürgermeister die drohenden Fällungen sofort gestoppt haben. Beide Gutachter haben gleichermaßen den überwiegenden Teil der Kastanien für erhaltenswert und standsicher erklärt, regenerierender Pflegeschnitt inbegriffen. Lediglich die beiden schon jetzt absterbenden Kastanien werden nicht zu retten sein; mindestens für eine Kastanie bedeutet dies eine Fällung, die andere könnte gegebenenfalls auch als Totholzbaum stehenbleiben.
Während der städtische Gutachter im Einzelnachweis einen behandelbaren Pilz nachweisen konnte, verwies der grüne Gutachter darauf, die Stressfaktoren der Bäume nachhaltig zu minimieren, beispielsweise durch Reduzierung der Parkplätze, flaches Abtragen und Auflockern des Bodens. Die Gesamtbewertung der Bäume fiel jedoch bei beiden Experten gleich aus. Die Eschen sind nicht zu retten; dort könnten neue Baumpflanzungen Ersatz schaffen. Die Fällungen dieser Bäume werden aber aus ökologischen Gründen nicht vor Herbst dieses Jahres vorgenommen.
Vorher informieren
Am vergangenen Sonntag hatten die Grünen Anwohner und Nachbarn der Bauminsel an der Hellpothstraße zu einem Sektumtrunk eingeladen, an dem auch der Bürgermeister gern teilnahm. Er versprach, Politik und Öffentlichkeit zukünftig vor den Beschlüssen zum Fällen von Bäumen zu informieren, nicht im Nachhinein.