Spatenstich am Wasserwerk 

Erster Spatenstich zur Erweiterung des Wasserwerks Westhofen: Bürgermeister Heinrich Böckelühr (im Bagger)

Erster Spatenstich zur Erweiterung des Wasserwerks Westhofen: Bürgermeister Heinrich Böckelühr (im Bagger), DEW21-Geschäftsführer Peter Flosbach, WWW-Geschäftsführer Dr. Bernhard Klocke und Dipl.-Geologe Helmut Sommer. (Foto: NO)

Westhofen. (NO) Zurzeit werden die Anlagen der Wasserwerke Westfalen GmbH (WWW) aus Vorsorgegründen im Rahmen eines mehrjährigen Großprojekts um eine „Weitergehende Aufbereitung“ ergänzt. „Mit dem Baubeginn am Wasserwerk Westhofen ist ein wichtiger Meilenstein erreicht“, so WWW-Geschäftsführer Dr. Bernhard Klocke. Das Westhofener Werk ist das dritte von insgesamt fünf umzurüstenden Werken und das erste vor Ort, in dem für die Reinigung des Oberflächenwassers das so genannte „Schwerter Verfahren“ angewendet wird. Die Bauzeit wird drei Jahre dauern.

Bürgermeister Heinrich Böckelühr war beim Spatenstich dabei und betonte: „Der Erweiterungsbau dieser Anlage ist die größte Einzelinvestition, die in den letzten 18 Jahren in Schwerte vorgenommen wurde“. Rund 120 Millionen Euro investieren die Wasserwerke Westfalen mit ihren Gesellschaftern DEW21 und Gelsenwasser bis 2020 in das Großprojekt, davon 22 Millionen am Standort Westhofen.
Investition in die Zukunft
„Trinkwasser ist mit unser wichtigstes Gut. Von daher ist diese Investition in den Erhalt beziehungsweise die Erhöhung der Versorgungssicherheit eine wichtige und richtige Entscheidung“, so das Peter Flosbach, Geschäftsführer von DEW21. Heinrich Böckelühr: „Definitiv gibt eine Großbaustelle direkt vor der Tür nie Grund zur Freude, doch sollten die betroffenen Anwohner daran denken, dass diese Maßnahmen zur Sicherung des Trinkwassers auch für das Schwerter Versorgungsgebiet und somit zu ihrem persönlichen Schutz und Wohl getätigt werden“, appelliert er an das Verständnis der Westhofener.
Bauzeiten
Die dreijährige Bauzeit gliedert sich in zwei Jahre für den Hoch- und Tiefbau sowie ein weiteres Jahr für den Anlagenbau. „Im Herbst folgen zwei Monate Bauzeit für die Fundamenterstellung, dann beginnen wir bereits mit der Errichtung der Reinwasserkammern und Filteranlagen, terminiert für Sommer 2018. Darauf folgt der Stahlbau. Träger- und Dachkonstruktion sollen bis Mai 2019 fertiggestellt sein“, erläutert Klocke den Bauzeitenplan der ersten Phase.
Im letzten Viertel dieser Bauphase werden bereits parallel der Straßenbau und die Gestaltung der Außenanlagen angegangen. In der zweiten Phase von April 2019 bis Februar 2020 sind die Fertigstellung des Anlagenbaus und die Installation der Elektrotechnik geplant, woran sich nahtlos der Probebetrieb anschließen wird.
Sicherer mit „Schwerter Verfahren“
Bei der Trinkwasseraufbereitung sollen zusätzliche, über die bisherige Aufbereitungstechnik hinausgehende technische Verfahrensschritte eine noch höhere Sicherheit vor mikrobiologischen oder chemischen Wasserinhaltsstoffen schaffen. Diese Maßnahme setzt die Vorgaben des Programms „Reine Ruhr“ des NRW-Umweltministeriums um.
Die Wasserwerke Westfalen haben sich nach mehrjährigen Versuchen für die zusätzlichen Verfahrensschritte Ozonung, Flockung, Mehrschichtfiltration und Aktivkohlefiltration entschieden – das so genannte „Schwerter Verfahren“, das ohne chemische Hilfsmittel auskommt.