SPD Westhofen: Sporthalle nicht verkommen lassen!

Westhofen. Wegen festgestellter Baumängel wurde die Sporthalle der Reichshofschule Westhofen am 5. Juli 2012 für alle Veranstaltungen von der Stadt geschlossen. Seitdem hat sich nichts mehr an der Sporthalle getan. Der SPD Ortsverein Westhofen hat nun einen Antrag im Ausschuss für Schule, Sport und Infrastruktur am 20. November und in der Ratssitzung am 28. November 2012 gestellt, das Thema Schließung der Sporthalle der Reichshofschule Schwerte-Westhofen mit auf die Tagesordnung zu nehmen und zu behandeln. Die SPD Westhofen schlägt vor, Reparaturarbeiten sofort zu beginnen, damit wieder ein ordnungsgemäßer Schul- und Vereinssport möglich wird.

“Der Schulsport findet seit Schließung der Sporthalle der Reichshofschule in einer weiter entfernten Turnhalle an der Wasserstraße statt, die jedoch von der Lage her einen gefährlichen Weg für die Kinder mit sich bringt, da der Weg nicht vollständig mit einem Bürgersteig ausgebaut ist und die Kinder so zum Teil gezwungen sind, auf der Straße zu laufen“, so die SPD Westhofen.

“Dies erscheint umso gefährlicher, als es nunmehr in die dunkle Jahreszeit geht und der von den Kindern zu beschreitende Weg gemäß der Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung auch nicht vorrangig bestreut wird, so dass insbesondere an der auf dem Weg befindlichen (wenn auch nur geringen) Steigung mit nicht unerheblicher Glätte gerechnet werden muss. Zur Vermeidung von Unfällen muss somit eine Lehrkraft morgens eine Vorabbegehung vornehmen, um beurteilen zu können, ob bei Schneefall oder Eisglätte der Weg letztendlich für eine Gruppe von Kindern überhaupt begehbar ist. Hinzu kommt, dass seitens der Elternschaft gerade im Winter befürchtet wird, dass der Krankenstand bei den Kindern steigt, da diese durchgeschwitzt den Weg zurück zur Schule bewältigen müssen.“

Die SPD führt wie folgt fort: Die vorrangige Aufgabe, einen geordneten Schulbetrieb sicherzustellen, scheint jedenfalls nicht erfüllt zu werden. So kann der Schulsport derzeit nur in einer Doppelstunde angeboten werden, da der Zeitverlust bei einer Einzelsportstunde in der ausgelagerten Sporthalle einfach zu groß ist, um eine ordnungsgemäße Beschulung der Kinder im Sportunterricht zu gewährleisten. Selbst bei der angebotenen Doppelstunde werden mitnichten 90 Minuten Schulsport angeboten werden können, da der Zeitverlust für den Weg von den Sportzeiten abzuziehen ist. Derzeit dürfte die Unterrichtszeit im Sportunterricht derzeit lediglich knapp über 45 Minuten betragen und so erheblich hinter den eigentlich im Stundenplan vorgesehenen drei Schulsportstunden zurückbleiben.

Auch teilte uns die Schulleitung mit, dass die Ersatzsporthalle nicht so ausgestattet ist, um dort lehrplanmäßig unterrichten zu können. Es fehlen unter anderem Geräte und Ausstattung. Die hygienischen Bedingungen und auch die bauliche Substanz der Ersatzsporthalle lassen ebenfalls zu wünschen übrig. Putz blättert ab und Risse in den Wänden lassen ebenfalls Zweifel an der Sicherheit der Halle aufkommen.“

Auch die OGS sei von der Schließung der Sporthalle betroffen. So können derzeit nachmittags kurzfristig keine sportlichen Aktivitäten angeboten werden, da dies stets mit dem Weg in die Ersatzsporthalle verbunden wäre. Insbesondere in der kommenden Winterzeit ist so ein ausreichender Sportunterricht der Schüler der offenen Ganztagsschule nicht gewährleistet, da witterungsbedingt der Schulhof hierfür nicht ständig genutzt werden kann. Letztendlich stellte die derzeit geschlossene Schulsporthalle auch den einzigen Versammlungsraum der Reichshofschule, der es ermöglichte, Einschulungsfeiern, Abschlussfeiern und von den Kindern im Rahmen von Schulprojekten einstudierte Theaterstücke der Elternschaft vorzuführen.

“Im Sinne der betroffenen Schulkinder und der Sportvereine sollte die Stadt Schwerte nach Freigabe des Haushaltssanierungsplans für das Haushaltsjahr 2012 die Dringlichkeits-Prioritäten erneut überprüfen und dann die Reparaturarbeiten an der Schulturnhalle vornehmen. Es darf nicht sein, dass die Schulturnhalle zu einer Bauruine verkommt!“, heißt es abschließend im Antrag der SPD Westhofen.