Schwerte. Jahr für Jahr tritt „Oli“ in die Pedale. Der in Schwerte geborene und in Hagen lebende Spendenradfahrer hat fast schon Promi-Status erreicht. Der Name „Oli“ ist eine Marke geworden. Und die steht für den guten Zweck. Immer mehr Spenden hat der 53-jährige auf seinen jährlichen Fahrten durch ganz Deutschland gesammelt, kann auf immer mehr Unterstützung bauen.

Sein Engagement zieht immer größere Kreise. Bald geht es wieder los: Am 20. Mai startet der Benefiz-Radfahrer seine nächste Tour. Und wird dabei nicht nur die schöne Natur, sondern auch die ihm verbleibende Lebenszeit genießen. Und natürlich ebenso die Wertschätzung und Gastfreundschaft, die ihm mittlerweile allerorten entgegengebracht wird.

Geschenkte Lebenszeit

Wie bereits berichtet, erkrankte Oliver Trelenberg 2013 an Kehlkopfkrebs. Aufgeben oder weiterstrampeln? Trelenberg schwang sich aufs Rad. Seit 2014 ist er unter dem Motto „Oli radelt“ (so heißt auch seine Homepage) unterwegs, informiert über Krebskrankheiten, zeigt Wege aus Lebenskrisen, kommt mit zahlreichen Menschen in Kontakt und sammelt Rad fahrend vor allem Spenden für den guten Zweck. Das ist mittlerweile zum Lebensinhalt geworden. Ungeachtet der Tatsache, dass er von einer Minimalrente lebt – besser: überlebt.

Man kennt ihn

Inzwischen hat sich das Engagement von „Oli“ Trelenberg herumgesprochen: So konnte er unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Armin Laschet und auch dem Fernsehmoderator Johannes B. Kerner in persönlichen Gesprächen über seine Erfahrungen mit Krankheit und Krisenbewältigung berichten. Zahlreiche Fachmagazine würdigten inzwischen seinen Dienst an der guten Sache, namhafte Sponsoren unterstützen ihn mit Ausrüstung, Kleidung, Ersatzteilen und weiterem Zubehör. Wenn er denn wieder auf Tour ist, lassen es sich viele Städte die dortigen Bürgermeister nicht nehmen, ihn persönlich in ihren Rathäusern zu empfangen. Und die meisten Städte gewähren ihm auch eine kostenfreie Übernachtung. Es läuft für „Oli“ – immer besser.
Im vergangenen Jahr konnte der Spendenradler 6630 Euro für den „Wünschewagen“ des Arbeiter-Samariter-Bundes einfahren, der Todkranken einen letzten Wunsch erfüllt. Auf seinen Radtouren von 2015 bis 2018 kam immerhin die stolze Spendensumme von 20.809 Euro zusammen. 100 Prozent gehen an den guten Zweck – immer. „Oli“ spendet alles und behält keinen Cent für sich – das sollte wohl klar sein.

69 Tage unterwegs

Wenn „Oli“ am 20. Mai seine neue Tour beginnt, geht es erst einmal wieder vom Hagener Bahnhof per Zug nach Stuttgart, wo er tags darauf in der Generalvertretung des Fahrradexperten „Shimano“ verabschiedet wird. 69 Tage wird der Spendenradler dann unterwegs sein, rund 4000 Kilometer zurücklegen – ganz entspannt entlang der schönsten Flüssen Deutschlands. Stationen werden unter anderem Donaueschlingen, Kehlheim, Bamberg sein, dann geht es über Köln, Duisburg, Dortmund bis Magdeburg und weiter nach Kiel bis Cuxhaven. Und dann in einem weiten Schlenker wieder zurück nach Schwerte und Hagen.

Unterstützung für „Tour der Hoffnung“

Von „Olis“ auf der Jahresfahrt 2019 gesammelten Spenden wird diesmal die „Tour der Hoffnung“ profitieren, bei der vom 14. bis 18. August auch viele Promis in die Pedale treten werden. Die Spendenerträge kommen rund 45 Institutionen zugute, die sich in der Mehrzahl dem Kampf gegen Krebs widmen. (Näheres dazu auf der Homepage der „Tour der Hoffnung“).

„Oli“ ist zuversichtlich, dass sein eigener Tourerlös diesmal noch höher sein wird als die Summe des letzten Jahres – wieder ein wertvoller Beitrag für den guten Zweck.