Spirituelle Orte in Schwerte

Schwerte. (Red.) Wie viele Gebetsstätten mag es in Schwerte geben? Die Antwort „22“ wird überraschen. Ab sofort ist in Schwerter Pfarrbüros, im Marienkrankenhaus, im Rathaus, in der Sparkasse und auch noch an manch anderer Stelle ein Stadtplan zu bekommen, auf dem alle Kirchen, kirchliche Friedhöfe, Andachtshallen, Moscheen und sonstige Gebetsstätten zu finden sind. Dazu sind drei Pilgerwege durch Schwerte eingetragen.

Jüdischer Friedhof und Hindu-Tempel

Vom jüdischen Friedhof an der Haselackstraße über den Hindu-Tempel an der Robert-Koch-Straße bis hin zur Katholischen Akademie – der neue Stadtplan lässt keinen spirituellen Ort im Schwerter Stadtgebiet aus. Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde St. Marien haben ihn in monatelanger Arbeit zusammengetragen, konstruktiv unterstützt wurden sie von der Stadtplanerin Heike Westerheide aus der Stadtverwaltung. Die ersten Ideen zu diesem „spirituellen Stadtplan“ entstanden 2011 auf einer Gemeindewallfahrt nach Bochum-Stiepel. Die evangelischen Kirchengemeinden in Schwerte sagten schnell ihre Unterstützung zu.

„Viele spirituelle Orte werden im täglichen Leben gar nicht wahrgenommen“, sagt der Schwerter Diplom-Geograph Björn Tenbrüggen zur Motivation der Herausgeber. Die neue Karte listet alles Wissenswerte zu den vielen Kirchen, Kapellen, Tempeln und Gebetsstätten auf und bietet mit den Pilgerwegen (Segensweg Ergste, Pilgerweg Schwerte, Ökumenischer Kreuzweg „Schwerte durchkreuzt“) die Möglichkeit, alle 22 Stätten abzuwandern. Tenbrüggen: „Auf diese Weise kann wunderbar vor der Haustür der eigene Horizont zu den verschiedensten Glaubensrichtungen in unserer Heimatstadt erweitert werden.“

Der Plan ist kostenlos

Mit dem Marienkrankenhaus und der Sparkasse fanden sich Sponsoren, die den Druck des Planes in einer ersten Auflage von 5.000 Exemplaren und deren kostenlose Abgabe möglich gemacht haben. Grundlage für das Kartenwerk war das Stadtplanwerk Ruhrgebiet des Regionalverbandes Ruhr, das die Stadt Schwerte beisteuern konnte. Stadtplanerin Heike Westerheide hat geduldig alle Wünsche der Arbeitsgemeinschaft in das Kartenwerk eingetragen. Elsbeth Bihler, Ulrich Althaus, Stefan Hantschel und Björn Tenbrüggen aus der Pfarrgemeinde St. Marien haben Fotos und Details, etwa zu den architektonischen Besonderheiten zu den Gebetsstätten, zusammengetragen und formuliert.

Seelsorger, Mitarbeiter und Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinden und der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien stellten den neuen „Spirituellen Stadtplan“ vor. (Foto: Martin Krehl)
Seelsorger, Mitarbeiter und Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinden und der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien stellten den neuen „Spirituellen Stadtplan“ vor. (Foto: Martin Krehl)