Stadt mit Kinderaugen sehen: Eine junge Schreibgruppe entsteht

Schwerte. (Red.) Seit im Herbst mit dem Thabo-Projekt das
kreative Schreiben in Workshops und Tagesseminaren in den Schwerter Schulen
Einzug gehalten hat, kann sich Projektleiterin Andrea Reinecke über eine große
Resonanz freuen: „Das Projekt, finanziert von der Stiftung der Rohrmeisterei
finanziert und eingestielt vom Jugendamt, scheint einen Nerv der Zeit getroffen
zu haben und ist mehr als eine Ergänzung zum regulären Unterricht.“
Im November rückte das Thema Schreiben mit dem Schwerpunkt Buch in die
Öffentlichkeit: der Vorlesetag sorgte für Bewegung in Klassenräumen, Aulen und
nicht zuletzt in der Fußgängerzone. Mittendrin Mats und Paula, zwei
Viertklässler der Albert-Schweitzer-Schule. Wieder war es Andrea Reinecke, die
die Kinder begleitete und mit ihnen am Vorlesetag durch die Stadt zog, um Infos
einzuholen und das Geschehen zu begleiten. Judith Bäcker, die Organisatorin des
Vorlesetages vom Amt für Jugend und Familie der Stadt Schwerte, hatte die Idee
sofort mitgetragen und unterstützt.
Keimzelle einer neuen Schreibgruppe
Mats und Paula waren als Kinderreporter im Einsatz, fragten und schrieben,
sortierten Gedanken und Eindrücke. Weil es den Beteiligten aber noch nicht
reicht und weitere Zukunftspläne umgesetzt werden wollen, geht das Projekt nun
in eine neue Phase. Dabei sind die Akteure Mats, Paula und Andrea nur die erste
Keimzelle der „Ruhrstadtkinder“, einer jungen Schreibgruppe in Schwerte.
Mitmachen erwünscht
„Wir treffen uns ab dem kommenden Jahr regelmäßig und werden zu verschiedenen
Themen und Konzepten schreiben und arbeiten. Wer Interesse hat sich zu
beteiligen, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen“, weist Projektleiterin
Andrea Reinecke auf die Mitmachgelegenheit hin. Mats und Paula haben dabei
ziemlich genaue Vorstellungen von den Mitschreiberinnen und Mitschreibern
der
Die Ruhrstadtkinder: „Ideen sind immer super, aber man sollte auch Spaß am
Schreiben haben und nicht immer der Bestimmer sein wollen – das ist wichtig,
denn wir wollen ja gemeinsam etwas schaffen.“ Im neuen Jahr startet dann die
Arbeit richtig und schon jetzt ist den Kindern der Lokalbezug sehr wichtig. „Wir
leben hier in Schwerte und das sollte man auch in unserem neuen Logo sehen.“
Keine Frage, auch den Texten wird man das anmerken: Ruhrstadtkinder!