Stadt Schwerte: Jahresabschluss 2018 – Bestes Ergebnis seit 1976

Schwerte. Zum dritten Mal in Folge hat die Stadt Schwerte 2018 im operativen Geschäft einen Überschuss erwirtschaftet. Er beläuft sich auf rund 1,8 Millionen Euro und liegt damit um rund 800.000 Euro höher als geplant. Damit setzt die Stadt die positive Entwicklung aus den Jahren 2016 und 2017 fort – und sorgt sogar für einen Rekord! Denn der Jahresabschluss 2018 stellt das beste Ergebnis nach der kommunalen Neuordnung 1975 dar.

Der Rat der Stadt Schwerte muss den Jahresabschluss 2018 in seiner Sitzung am 10. April zur Kenntnis nehmen und diesen zur Prüfung an den Rechnungsprüfungsausschuss verweisen. Nach der Prüfung soll der Rat am 25. September den Jahresabschluss feststellen.

141 Seiten umfasst der Jahresabschluss, den Kämmerin Bettina Brennenstuhl mit umfangreichen Zahlenwerken und detaillierten Beschreibungen und Erklärungen aufgestellt hat. „Wir freuen uns sehr, dass sich unsere Arbeit und das stringente Festhalten am Konsolidierungskurs zum dritten Mal hintereinander ausgezahlt hat“, sagt Bettina Brennenstuhl. Das positive Ergebnis ist natürlich auch ganz im Sinne von Bürgermeister Dimitrios Axourgos. „Allen Schwierigkeiten zum Trotz sehe ich die Stadt in ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung auf einem guten Weg und möchte die ausgezeichnete Arbeit in der Kämmerei loben“, unterstreicht der Verwaltungschef.

Die ordentlichen Erträge belaufen sich im Jahr 2018 auf 126,9 Millionen Euro. Das sind 2,7 Millionen Euro mehr als in 2017. Die für den Haushalt der Stadt Schwerte bedeutsamen Ertragsarten waren

  • der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (25,2 Millionen);
  • die Gewerbesteuer (23,9 Millionen);
  • die Schlüsselzuweisungen (16,1 Millionen);
  • die Grundsteuer B (12,7 Millionen);
  • Zuwendungen und Zuschüsse des Landes (12,4 Millionen);
  • Benutzungsgebühren und ähnliche Entgelte (9,9 Millionen).

Personalaufwendungen und die Kreisumlage waren in 2018 die größten Posten auf der Aufwandsseite der Stadt Schwerte. Insgesamt belaufen sich die Aufwendungen auf 125,2 Millionen Euro. Damit hat sich die Ertragslage der Stadt Schwerte im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

Durch den Jahresüberschuss 2018 konnte das negative Eigenkapital weiter reduziert werden. „Bis zum Aufbau eines positiven Eigenkapitals und der damit verbundenen Überwindung der bilanziellen Überschuldung und Wiederherstellung einer rechtmäßigen Haushaltswirtschaft werden weitere Jahre intensiver Konsolidierungsanstrengungen vergehen“, erklärt Bettina Brennenstuhl.

Bürgermeister Dimitrios Axourgos unterstreicht, dass die Stadt Schwerte im Sinne einer notwendigen haushalterischen Zurückhaltung auch in Zukunft Investitionen priorisieren und sinnvoll einsetzen werde.

Der Abbau der bilanziellen Überschuldung werde ganz wesentlich davon abhängen, inwieweit der Bund und das Land NRW ihrer Verantwortung stärker nachkommen, die Kommunen zum Beispiel bei den Soziallasten zu unterstützen. Zudem müsse das Konnexitätsprinzip bei allen neuen, auf die Kommunen übertragenen Aufgaben ausnahmslos beachtet werden.

„Ich sehe in der aktuellen Diskussion um eine Altschuldenlösungen für Kommunen wie Schwerte eine Chance, durch Land und Bund weiterhin unterstützt zu werden. Ohne massive Fremdhilfe lässt sich die Finanzsituation der Stadt aus eigener Kraft nur unter enormen Einschränkungen und mit langer zeitlicher Perspektive umkehren.“