Stadtverwaltung will auch den Friedhof in Wandhofen schließen

Wandhofen. (Red.) Die Stadtverwaltung Schwerte beabsichtigt,
nicht nur die Trauerhalle, sondern auch den gesamte Friedhof zu schließen. Nach
den Dieter Schmikowski vorliegenden Unterlagen – das SPD-Urgestein war mehr als
25 Jahre Ratsmitglied – haben sich bereits der Ältestenrat und wohl auch der
Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen mit diesem Thema beschäftigt. Dieter
Schmikowski zitiert aus der Beschlussvorlage:
Der Friedhof Wandhofen wird zum 1. Januar 2017 geschlossen. Die Trauerhalle
auf dem Friedhof Wandhofen wird zum 1. Januar 2017 geschlossen und danach
abgerissen.
Infrastruktureinrichtungen auf den städtischen Friedhöfen, so zitiert
Schmikowski aus der Begründung, seien insbesondere die Trauerhallen. Der Trend
der heimischen Bestatter, eigene Räumlichkeiten für Trauerfeiern vorzuhalten,
führe bei allen städtischen Trauerhallen zu einer rückläufigen Nachfrage. Dieses
treffe insbesondere auf die Trauerhalle in Wandhofen zu.
Hinsichtlich der verhältnismäßig geringen Nutzung der Trauerhalle Wandhofen
sei auch die Zahl der Sargbestattungen und Urnenbeisetzungen auf dem Friedhof
Wandhofen in Relation zu den vier anderen städtischen Friedhöfen die deutlich
geringste.
Abreißen und fertig?
Dieter Schmikowski: „Ich möchte hiermit die Wandhofener Mitbürgerinnen und
Mitbürger darüber informieren, was mit dem Friedhof geschehen soll. Denn ich
gehe einmal davon aus, dass die Verwaltung die Wandhofener Bürger nicht
gesondert darüber informieren wird. Ich finde es befremdlich, dass wieder ein
Stück Infrastruktur so sang- und klanglos aus Wandhofen verschwinden soll, ohne
das darüber ausführlich gesprochen wird.“
Schmikowski weiter: „Bedauerlich ist, dass weder die Verwaltung, noch die
Politik sich über eventuelle anderweitige Nutzungen der Trauerhalle Gedanken
gemacht haben. Hier wird abgerissen und fertig! Was wäre, wenn man das Gebäude
in eine Trägerschaft durch einen Verein oder einer Institution übergeben
würde?
Was wäre denn, wenn man die geschätzten Abrisskosten in Höhe von ca. 72.000
Euro (ohne eventuelle vorhandene Altlasten zu berücksichtigen) in die Sanierung
stecken würde?
Der von der Verwaltung geschätzte Sanierungsaufwand in Höhe von 130.000 Euro,
scheint mir doch sehr hoch gegriffen zu sein. Das können private Leute
wesentlich kostengünstiger durchführen lassen. Auch die jährlichen
Betriebskosten von rund 4200 Euro könnten erheblich geringer ausfallen, wenn das
privat geregelt wird.“
„Keine vorschnellen Entscheidungen!“
Abschließend Dieter Schmikowskis Appell: „Ich würde mir wünschen, dass hier
noch keine vorschnellen Entscheidungen durch den Rat getroffen werden. Es
sollten doch erst einmal alle Möglichkeiten auf ihre Machbarkeit überprüft
werden. Man könnte auch über eine Verkleinerung der Friedhofsflächen nachdenken,
nur eine generelle Schließung wäre die schlechteste Alternative. Wir Wandhofener
brauchen unseren Friedhof und unsere Trauerhalle!“