Das Ausscheiden von Jan Suberg hat die Teilnehmer des zweiten Treffens der neu gegründeten Kulturinitiative (KIS), das im Kulturhaus am Bahnhof stattfand, mit Besorgnis erfüllt. (Foto: privat)

Schwerte. Besorgnis machte sich vor einigen Tagen breit unter den knapp 50 Teilnehmern beim zweiten Treffen der frisch gegründeten Kulturinitiative Schwerte KIS. Die Nachricht, dass Jan Suberg als Leiter des Kulturbüros Schwerte, nach nur wenigen Monaten im Amt, gekündigt hat, alarmiert die Kulturschaffenden und Kulturinteressierten. Konkret stellt sich die drängende Frage, wie die Durchführung des Welttheaters der Straße in diesem Jahr unter diesen Voraussetzungen sichergestellt werden kann.

Stabile Strukturen werden vermisst

Stabile Strukturen sind unbedingte Voraussetzung für die Kulturarbeit und das Kulturleben Schwertes. Doch mit dem Ausscheiden von Jan Suberg – nach dem Ausscheiden von Heike Pohl und weiteren Mitarbeitern, sowie dem Ausscheiden von Dr. Christine Mast – hat sich die Situation in den Städtischen Kulturinstitutionen weiter verschärft. Eine kontinuierliche und verlässliche städtische Kulturarbeit ist so nicht möglich. Personell und finanziell muss der städtischen Kulturarbeit dringend unter die Arme gegriffen werden, so der einhellige Tenor beim zweiten Treffen der Kulturinitiative Schwerte KIS.

Daher misst KIS der Diskussion über die Zukunft des Kultur- und Weiterbildungsbetriebs (KuWeBe) allergrößte Bedeutung bei. Kultur muss als wichtige kommunale Aufgabe betrachtet werden. Das Kulturleben prägt essentiell die Identifikation mit der Stadt und die Lebensqualität der Menschen, die in Schwerte zu Hause sind. Die strukturelle Unterfinanzierung des KuWeBe erfordert dringend politische Entscheidungen und ein klares Bekenntnis zugunsten einer lebendigen städtischen Kulturpolitik.

Öffentliche Diskussion über Zukunft des KuWeBe gefordert

KIS fordert eine öffentliche Diskussion über die Zukunft des KuWeBe und transparente Entscheidungsprozesse. Das Kernteam der KIS wurde beauftragt, zur allgemeinen Information mit mehrschichtigem Meinungsaustausch vor der nächsten Ratssitzung am 4. Juli eine entsprechende Veranstaltung zu organisieren und als Teilnehmer Bürgermeister Axourgos, Kulturdezernent Hans-Georg Winkler, Vertreter des KuWeBe sowie Vertreter und Vertreterinnen der im Rat vertretenen Parteien zu gewinnen.

Das zweite Treffen der KIS wurde schließlich genutzt, um Ideen zur Weiterentwicklung der Kulturstadt Schwerte zusammenzutragen und die Struktur der neu gegründeten KIS zu festigen. Zum engeren Kreis, der sich um inhaltliche Zielsetzungen, Organisationsaufgaben, Internetauftritt, Presse- und Netzwerkarbeit kümmern will, zählen: Stefan Bauer, Claudia Belemann-Hülsmeyer, Lars Blömer, Frank Helling, Herbert Hermes, Martina Horstendahl, Jennifer Petroll, Anke Skupin.