„Sup Peiter“ naht

Westhofen. (NO) Langsam werden die Herren der „alten Freiheit“ nervös. „Sup Peiter“, der höchste Feiertag der Westhofener Männerwelt naht, und damit der „Tag des Gerichts“, der diesmal am Samstag, 26. Februar, stattfindet.

Es geht ans Schrappen

Ganz in Blau mit Trommeln und Tröten treffen sich am kommenden Samstag die „Uträupers“ auf dem Westhofener Marktplatz. Von dort aus zieht die muntere Truppe durch die „alte Freiheit“, um „Sup Peiter“ auszurufen. (Foto: wochenkurier)

Wieder feiern die drei Nachbarschaften gleichzeitig ab 20 Uhr, aber an getrennten Orten: Die Niedere im Feuerwehrgerätehaus, Westeneicken im evangelischen Gemeindehaus und die Ostenpote im katholischen Gemeindehaus. Nach der Stärkung mit Pfefferpothast geht es ans „Schrappen“: kleine und größere Vergehen kommen vor dem glühenden Ofen zur Verhandlung, aber es werden auch erfreuliche Ereignisse gebührend gewürdigt.

Ausrufer unterwegs

Am kommenden Samstag, 19. Februar, weisen die „Uträupers“ nach alter Tradition auf „Sup Peiter“ hin und rufen damit auch den Ehefrauen noch einmal ins Gedächtnis, dass am 26. Februar die Männer zuhause frei haben, um ihren nachbarschaftlichen Pflichten nachzukommen.

Die „Uträupers“ treffen sich am kommenden Samstag kurz nach 14 Uhr auf dem Westhofener Marktplatz, Abmarsch ist um 14.30 Uhr. Mit Trommeln und Tröten ziehen die Ausrufer dann durch die Gemeinde. Kondition ist Vorausetzung für diesen Einsatz in Blau, denn überall, wo die Männerriege ankommt, wird sie von den Bürgern mit einer Stärkung versehen und mit guten Wünschen wieder auf den Weg geschickt.

Diese Tradition wird nur von Westeneicken und der Ostenpote aufrechterhalten, in der Niederen Nachbarschaft ist diese Übung noch nie durchgeführt worden. Vielleicht möchte man sich dort die Kraft sparen für den anstrengenden „Sup Peiter“-Abend.