Team Elsebad trauert um Adolf Bartram

Die Elsebad-Gemeinschaft trauert um Adolf Bartram. (Foto: Team Elsebad)

Die Elsebad-Gemeinschaft trauert um Adolf Bartram. (Foto: Team Elsebad)

Schwerte. Als Adolf Bartram 2006 Mitglied des Vorstandes im Förderverein Bürgerbad Elsetal wurde, war seine Computer-Karriere eigentlich schon längst zu Ende. Zur Erleichterung der Kommunikation wurde er aber eindringlich gebeten, sich einen PC mit E-Mail-Zugang einzurichten. Er hat es getan und damit den Grundstein für eine wesentliche Vergrößerung seiner Familie gelegt.

Denn die neu gewonnenen Internet-Suchmöglichkeiten ermöglichten ihm eine Ahnenforschung großen Ausmaßes, die nicht im digitalen Bereich stehen blieb, sondern zum Kennenlernen immer weiterer Familienmitglieder bis hin nach Amerika führte. Bürgerschaftliches Engagement hat manchmal wirklich ungeahnte Folgen.
Im Elsebad hat sich Adolf Bartram nicht nur auf neue Menschen eingelassen – im Vorstand übernahm er zwei Jahre lang die Aufgabe des Betreuers und Organisators der ehrenamtlich tätigen Elsebadfreunde – sondern auch auf Tiere. Er wurde zum Maulwurfflüsterer und schaffte es, die unterirdischen Baumeister auf die Flächen neben den Elsebadwiesen zu lenken. Er richtete sein Augenmerk aber auch auf die Pflege der weiten Fläche und half auch beim Müllsammeln.
Unvergessen bleiben dem Team Elsebad die vielen Abende in fröhlicher Runde, an denen man in der „Sportgruppe“ und bei nachdenklichem und heiterem Gespräch zusammenkam – bis sich Adolf Bartram auf sein Fahrrad schwang, um nach Hause zu fahren.
Neben seinem Elsebad-Engagement hat er sich intensiv mit lokaler Geschichte auseinandergesetzt, war regelmäßiger Nutzer des Archivs im Ruhrtalmuseum und fand dabei auch Spuren jüdischer Geschichte in Ergste.
Am 14. Juni verstarb Adolf Bartram im Alter von 83 Jahren. Er wird immer ein Teil der Elsebad-Gemeinschaft bleiben.