Theater am Fluss beginnt neue Spielzeit

Schwerte. Das Theater am Fluss geht in seine fünfte Spielzeit. Die Erwartungen sind hoch – schließlich brachte die vergangene Saison 2010/11 einen Zuschauerrekord. Die neue Spielzeit steht unter dem Motto: „Aus dem Dunkel der Nacht“.

Als Auftakt-Premiere nach einer nicht allzu langen Sommerpause präsentiert das Theater am Fluss am kommenden Freitag, 16. September 2011, um 19.30 Uhr in Halle 4 der Rohrmeisterei den „Urfaust“ nach J.W. v. Goethe. Quasi als Vorpremiere zur neuen Spielzeit nahm das Theater am Fluss mit dem Thema „13“ am Welttheater der Straße in Schwerte teil.

Rückblickend war die Spielzeit 2010/11 mit dem Motto „This is England“ mit acht Produktionen und weit über 2500 Zuschauern die bisher erfolgreichste und umfangreichste Spielzeit. Dazu beigetragen haben Highlights wie „Die Dreigroschenoper“ im Rahmen von Ruhr.2010 und das Action-Spektakel „Macbeth“ zum Saisonabschluss. Auf das durchweg positive Echo in der Presse und den Erfolg beim Publikum sind Intendant und Ensemble besonders stolz.

„Auf unserem Weg, Laientheater mit professionellem Anspruch zu machen, sind wir wieder ein gutes Stück weitergekommen. In der neuen Spielzeit setzen wir weiterhin auf die bewährte Mischung aus bühnenerfahrenen Darstellern und theaterbegeisterten Neueinsteigern“, erklärt der Vorsitzende Lars Blömer. In der Tat konnten die Großproduktionen nur mit „frischem Theaterblut“ gestemmt werden. „Ich freue mich, dass einige der Neueinsteiger auch in der neuen Spielzeit wieder mitmachen“, stellt Blömer fest, der mittlerweile auf ein recht konstantes Ensemble von 20 Schauspielern zurückgreifen kann.

Das übergreifende Motto „Aus dem Dunkel der Nacht“ steht für einen spannungsreichen Bogen von der deutschen Klassik zu kraftvollen, modernen, jungen Theaterstücken. Den Auftakt im Spielplan bildet der radikal gekürzte und von Blömer bearbeitete „Urfaust“. Nach „Aus dem Staub“ (November) geht es mit Thomas Bernhards Komödie „Der Theatermacher“ (Januar) unter der Regie von Sina Weber weiter. Danach folgt im Februar zum Valentinstag der Lyrikabend „Rot“ und die „Johnny zieht in den Krieg“-Premiere. Im April wendet sich das Theater am Fluss mit dem Familiendrama „True West“ einem modernen amerikanischen Autor zu. Den Abschluss der Saison bildet als Großproduktion der Kriminalklassiker „Die 12 Geschworenen“.

Wegen des großen Publikumserfolges wird dieser vielseitige Spielplan mit Wiederaufnahmen der letztjährigen Produktionen „Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)“ im Oktober sowie und als Weihnachtsvorstellung „Charles Dickens: Reloaded“ im Dezember vervollständigt.

Und auch die Tradition der Gastspiele soll weitergeführt werden. Mittlerweile hat das Theater am Fluss Auswärtsvorstellungen in Iserlohn, Hagen und Witten bestritten. Geeignet hierfür sind besonders solche Stücke, die einen geringen Aufwand an Bühnenbild haben und mit zwei bis drei Schauspielern auskommen.

Angesichts der umfangreichen Arbeit „hinter den Kulissen“, die das Publikum nur ahnen kann, stellt Blömer fest: „Dass wir so erfolgreich und auf einer so breiten Basis Theater machen können, verdanken wir auch der großen Zahl von Mitgliedern und ehrenamtlichen Helfern, die bei diesen oft auch körperlich anstrengenden Arbeiten mit anpacken. Unser besonderer Dank geht an die Spender und Förderer wie die Sparkasse Schwerte, das Kulturbüro der Stadt Schwerte, der Lions Club Schwerte und die Bürgerstiftung Rohrmeisterei. Jeder Euro fließt direkt in unser Theater-Budget und damit in die freie Schwerter Theaterarbeit.“